Schon 133.000 Flüchtlinge im russischen Gebiet Kursk

Russland befindet sich derzeit in einer schwierigen Situation, da etwa 133.000 Menschen aufgrund des ukrainischen Vormarsches ihre Häuser verlassen mussten. Dies wurde während einer Videokonferenz zwischen dem kommissarischen Gouverneur der Region Kursk, Alexej Smirnow, und Präsident Wladimir Putin bekannt gegeben. Trotz Evakuierungsanordnungen halten sich noch knapp 20.000 Menschen in den betroffenen Landkreisen auf.
Die Ukraine hat vor gut zwei Wochen erstmals in fast zweieinhalb Jahren Bodenkämpfe auf russischem Gebiet begonnen und kontrolliert mittlerweile über 1.000 Quadratkilometer Fläche. Putin und die russische Regierung befassen sich wiederholt mit den Auswirkungen dieses Vormarsches. Als Reaktion darauf ordnete Putin an, dass die Schulen nach den Ferien mit Fernunterricht beginnen sollen, um die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten.
Trotz Putins Anweisung, die Ukrainer aus Russland zu vertreiben, verläuft die Gegenwehr der russischen Sicherheitskräfte nur langsam. Die russische Führung plant offenbar nicht mit einem schnellen Erfolg gegen die ukrainischen Truppen. Medienberichten zufolge will Moskau die Bevölkerung auf eine „neue Normalität“ vorbereiten, in der die Anwesenheit ausländischer Truppen vorübergehend hingenommen werden muss.
Die russische Regierung ist bemüht, die Bevölkerung auf die aktuellen Entwicklungen vorzubereiten und setzt auf eine langfristige Strategie zur Rückeroberung des Gebiets. Es ist wichtig, dass die Menschen sich an die ungewohnte Situation gewöhnen und darauf vorbereitet sind, dass die ausländischen Truppen letztendlich vertrieben werden. Putin äußerte während eines Treffens mit Regierungsmitgliedern und Grenzregionen-Chefs seinen Unmut über das zögerliche Handeln der zivilen Behörden.
Die Lage in Russland bleibt weiterhin angespannt, da die Folgen des ukrainischen Vormarsches spürbar sind. Die Evakuierung von Zehntausenden von Menschen stellt eine enorme Herausforderung dar, die von der Regierung bewältigt werden muss. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Wochen und Monaten entwickelt und ob Russland in der Lage sein wird, die ukrainischen Truppen effektiv zurückzuschlagen.