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Zürcher Piraten reichen 9000 Unterschriften für „Offline-Leben“ ein.

Die Zürcher Piratenpartei hat eine Volksinitiative für das Recht auf ein offline-Leben eingereicht, für die sie über 9000 Unterschriften gesammelt hat. Die Partei fordert neben einem „Recht auf ein handyfreies Leben“ auch das „Recht auf Vergessen werden“ im Internet und das „Recht, nicht überwacht, vermessen und analysiert zu werden“. Die Generalsekretärin Monica Amgwerd betont, dass die Partei nicht grundsätzlich gegen die Digitalisierung ist, sondern für die Möglichkeit, zwischen digitalen und analogen Handlungen wählen zu können.

Ein konkretes Beispiel für die Forderungen der Piratenpartei ist die Erhaltung von Billettautomaten im öffentlichen Verkehr, um Kindern die Wahl zu lassen, ob sie ein Billett mit dem Smartphone lösen möchten. Die Partei sieht auch problematische Bereiche im Bereich des bargeldlosen Bezahlens und der zunehmenden Überwachung durch Kameras. Es ist jedoch noch unklar, wie diese Anliegen auf kantonaler Ebene umgesetzt werden könnten, daher prüft die Partei auch eine mögliche nationale Initiative.

Die Einreichung der Volksinitiative ist ein wichtiger Schritt für die Piratenpartei Zürich, da es sich um ihre erste nationale Initiative handelt. Die Partei setzt sich dafür ein, dass Bürgerinnen und Bürger die Kontrolle über ihre digitale Präsenz und ihre Privatsphäre behalten können. Sie möchte sicherstellen, dass die Menschen die Möglichkeit haben, sich bewusst für eine digitale oder analoge Lebensweise zu entscheiden.

Das „Recht auf Vergessen werden“ im Internet ist ein zentrales Anliegen der Piratenpartei, da es darum geht, dass Personen die Möglichkeit haben sollten, bestimmte Informationen über sich selbst zu kontrollieren oder zu löschen. Durch die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung ist es wichtiger denn je, dass die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger geschützt wird und sie Selbstbestimmung über ihre Daten haben.

Die Piratenpartei betont, dass sie die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung durchaus erkennt und unterstützt, aber gleichzeitig darauf besteht, dass die Wahlfreiheit zwischen digitalen und analogen Handlungen gewahrt bleiben muss. Es ist wichtig, dass die Menschen die Kontrolle über ihre digitale Präsenz behalten können und selbstbestimmt entscheiden können, wie sie mit neuen Technologien umgehen.

Insgesamt zeigt die Volksinitiative der Piratenpartei Zürich ein starkes Engagement für den Schutz der Privatsphäre und die Wahlfreiheit im digitalen Zeitalter. Die Partei setzt sich dafür ein, dass Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, über ihre digitale Präsenz und ihre persönlichen Daten selbst zu bestimmen und sich bewusst zwischen digitalen und analogen Handlungen entscheiden können. Diese Themen werden im Zuge der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung der Gesellschaft immer wichtiger und es ist lobenswert, dass die Piratenpartei diese Anliegen aufgreift und politisch vertritt.

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