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In Deutsch darf man als Geringverdiener 100’000 Franken verdienen, um eine Wohnung zu erhalten.

Küsnacht, eine der teuersten Gemeinden der Schweiz, bietet jetzt günstige Mietwohnungen. Das Pilotprojekt an der Freihofstrasse 19 umfasst 25 Wohnungen, darunter Studios, 2- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen zu Preisen zwischen 700 und 2035 Franken pro Monat. Für eine reguläre 4,5-Zimmer-Wohnung in Küsnacht zahlt man durchschnittlich 4230 Franken. Bewerber für die günstigen Wohnungen müssen bestimmte Kriterien erfüllen, wie einen Bezug zur Gemeinde haben oder dort arbeiten. Das maximale Einkommen, um eine 4,5-Zimmer-Wohnung zu erhalten, liegt bei 100’000 Franken im Jahr.

Die exklusive Lage am Zürichsee macht Küsnacht zu einer begehrten Wohngegend, treibt jedoch die Mietpreise in die Höhe. Das erschwert es Menschen mit geringem Einkommen, hier eine Wohnung zu finden. Das neue Pilotprojekt an der Freihofstrasse 19 soll Abhilfe schaffen, indem es günstigen Wohnraum anbietet. Die Mietpreise dieser Wohnungen liegen deutlich unter den durchschnittlichen Kosten in Küsnacht und bieten einen Blick auf den Zürichsee. Bewerber für diese Wohnungsmöglichkeiten müssen gewisse Kriterien erfüllen, darunter ein Bezug zur Gemeinde durch Wohnen, Arbeit oder Milizorganisation.

Die festgelegten Einkommensgrenzen für die günstigen Wohnungen in Küsnacht lassen Raum für Diskussionen darüber, was als „geringes Einkommen“ gilt. Laut den Verantwortlichen darf eine Familie für eine 4,5-Zimmer-Wohnung höchstens 100’000 Franken im Jahr verdienen, was als bescheiden betrachtet wird. Diese Definition von „Geringverdiener“ wird kontrovers diskutiert, da einige argumentieren, dass ein Einkommen von 100’000 Franken für eine Familie nicht als gering angesehen werden sollte. Dennoch ist das Pilotprojekt in Küsnacht das erste seiner Art, und es könnten weitere ähnliche Initiativen folgen.

Adrian von Burg, Vorsteher der Liegenschaften in Küsnacht, betont, dass Bewerber für die günstigen Wohnungen gewisse Anforderungen erfüllen müssen, um bevorzugt zu werden. Ein Bezug zur Gemeinde und ein Einkommen unterhalb der festgelegten Grenze sind entscheidende Kriterien für die Vergabe der Wohnungen. Trotzdem ist die Möglichkeit für Menschen mit einem Einkommen von 100’000 Franken als Geringverdiener zu gelten, ein umstrittenes Thema. Weitere ähnliche Projekte könnten in Küsnacht in Zukunft geplant sein, um bezahlbaren Wohnraum für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen.

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