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Saudi-Fonds übernimmt Signa-Anteil an britischer Warenhauskette.

Der saudische Staatsfonds „Public Investment Fund“ (PIF) übernimmt den Signa-Anteil an der Luxus-Warenhauskette Selfridges. Nachdem die Central Group bereits Globus übernommen hat, hält der PIF nun 40 Prozent an Selfridges. Die restlichen 60 Prozent werden von der thailändischen Gruppe gehalten. Dieser Deal ist Teil der Veräußerung des Warenhaus-Imperiums der Signa-Gruppe, das in Insolvenz gegangen ist. Die Bank Julius Bär, die der Signa-Gruppe Kredite von 606 Millionen Franken gewährt hat, könnte nun auf die Rückzahlung eines beträchtlichen Betrags hoffen.

Die Central Group hat nun die Mehrheit an Selfridges und besitzt sowohl die operativen Gesellschaften als auch die Immobiliengesellschaften der Warenhauskette. Dies stellt einen weiteren Erfolg für das Unternehmen dar, das bereits Globus und andere Luxus-Warenhäuser übernommen hat. Die Thailänder haben bereits das Geschäft von KaDeWe, Oberpollinger und Alsterhaus in Deutschland erworben. Der Einstieg des saudischen Staatsfonds bei Selfridges ist eine positive Entwicklung für die Bank Julius Bär, da sie nun hoffentlich einen Teil ihrer Kredite zurückerhalten wird.

Der NZZ-Artikel gibt Einblick in die Details der Kreditvergabe an Signa und die damit verbundenen Risiken für Julius Bär. Es wird erwartet, dass die Bank einen Teil der Forderungen abschreiben muss, aber auch einen beträchtlichen Betrag zurückbekommen könnte. Die Bank hatte bereits 2023 die gesamten Signa-Kredite abgeschrieben, daher würde jegliche Rückzahlung als außerordentlicher Gewinn verbucht werden. Die Transaktionen sind jedoch noch nicht abschließend geregelt, da sie Teil eines Sanierungsverfahrens sind, das noch einige Zeit in Anspruch nehmen könnte.

Die Zusammenarbeit mit der Signa-Gruppe hat Julius Bär sowohl finanzielle Risiken als auch Gewinnmöglichkeiten gebracht. Die Bank wird nun auf die Rückzahlung hoffen und gleichzeitig den Verlauf des Sanierungsverfahrens genau beobachten. Der Erwerb des Signa-Anteils an Selfridges durch den saudischen Staatsfonds ist ein weiterer Schritt in der Neuausrichtung der Warenhauskette, die hoffentlich zu einer erfolgreichen Sanierung führen wird. Die Bank und andere Gläubiger werden weiterhin den Prozess genau verfolgen, um ihre Interessen zu wahren.

Insgesamt zeigt sich in diesem Deal eine vielschichtige Dynamik zwischen verschiedenen Akteuren. Die Central Group, der PIF und Julius Bär spielen alle eine Rolle in der Neuordnung des Luxus-Einzelhandels. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird und ob die Bank Julius Bär tatsächlich eine Rückzahlung ihrer Forderungen erhalten wird. Die Transaktionen sind noch nicht endgültig abgeschlossen, daher ist es wichtig, den weiteren Verlauf des Sanierungsverfahrens genau zu verfolgen.

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