Schweizer Banken mit niedrigerer Kosteneffizienz
Schweizer Banken hatten im letzten Jahr eine Cost-Income-Ratio von 60,9 Prozent, was schlechter ist als der europäische Durchschnitt von 55,1 Prozent. Laut der Beratungsgesellschaft Bearingpoint liegt dies hauptsächlich an den Geschäftsmodellen der schweizerischen Banken, die stärker auf Asset und Wealth Management ausgerichtet sind als ihre europäische Konkurrenz. Im Vergleich zu anderen Ländern wie den nordischen Ländern mit einer durchschnittlichen Cost-Income-Ratio von 39,9 Prozent sowie Spanien und Portugal mit 42,5 Prozent schnitten die Schweizer Banken schlechter ab.
Europäische Banken steigerten ihre Gewinne vor Steuern im Jahr 2023 im Durchschnitt um 38,9 Prozent, hauptsächlich aufgrund gestiegener Zinserträge. Die Schweiz hinkt in Bezug auf die Gewinnsteigerung im Vergleich zu europäischen Banken hinterher, wobei die Vorsteuergewinne ohne Berücksichtigung eines Sondereffekts durch die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS um 7,5 Prozent gestiegen sind. Dies liegt daran, dass das provisionsstarke Asset und Wealth Management der Schweizer Banken in Verbindung mit moderaten Leitzinserhöhungen zu geringeren Steigerungsraten im Zinsergebnis führen.
Bearingpoint hebt hervor, dass Banken mit einer besseren Kosteneffizienz, die eine Cost-Income-Ratio von 55 Prozent oder weniger aufweisen, doppelt so viel in ihre IT-Infrastruktur investieren wie Banken mit einer schlechteren Kosteneffizienzrate. Digitale Vorreiter sind insgesamt effizienter, flexibler in Bezug auf Verwaltungskosten und können sich kurzfristig besser an die Gegebenheiten anpassen. Dies wirkt sich positiv auf ihre Gesamteffizienz aus und kann langfristig zu einem Wettbewerbsvorteil führen.
Die Geldinstitute müssen ihre Kosteneffizienz verbessern, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Eine effiziente Verwendung von Ressourcen, insbesondere im Bereich IT, kann den Banken dabei helfen, ihre Rentabilität zu steigern und langfristig erfolgreich zu sein. Laut Bearingpoint sind digitale Lösungen und eine konsequente Investition in IT entscheidend, um die Kosteneffizienz zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Es wird empfohlen, dass Schweizer Banken ihre Geschäftsmodelle überdenken und stärker auf digitale Lösungen setzen, um ihre Kosteneffizienz zu verbessern und ihre Erträge zu steigern. Banken mit einer niedrigeren Cost-Income-Ratio können sich besser den Herausforderungen des sich wandelnden Bankensektors anpassen und langfristig erfolgreich sein. Eine effiziente Nutzung von IT-Ressourcen kann den Banken helfen, flexibler zu agieren und sich den sich ändernden Kundenbedürfnissen anzupassen.





