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ETH Zürich verbietet Vortrag über autonome Waffen

Die ETH Zürich hat einen geplanten Vortrag über autonome Waffen kurzfristig verboten und die Türen zum Veranstaltungsraum geschlossen. Die Organisatoren der Veranstaltung, die Gruppe Tech ETHics, kritisieren diese Entscheidung und sehen darin einen eklatanten Akt der Zensur. Sie betonen die Bedeutung der Meinungsfreiheit in akademischen Institutionen und sind besorgt über die Entwicklung autonomer Waffensysteme.

Die Entscheidung der ETH-Leitung basiert auf dem Verdacht, dass es sich bei den Organisatoren um eine antiisraelische Gruppierung handelt. Die Hochschule betont jedoch, dass es sich nicht um eine offizielle Lehrveranstaltung der ETH Zürich handelte und dass eine externe Organisation irreführend das ETH-Logo verwendet hat. Daher übernahm niemand von der ETH die Verantwortung für die Veranstaltung.

Das Thema autonomer Waffensysteme ist hochaktuell und von großer Bedeutung, insbesondere angesichts des Einsatzes solcher Systeme in Konflikten wie in der Ukraine und in Gaza. Die Gruppe Tech ETHics sieht das Verbot des Vortrags als Widerspruch zur Pflicht der Hochschulen, die Meinungsfreiheit zu garantieren. Sie kritisieren die Entscheidung der ETH-Leitung und bezeichnen sie als einen Akt der Zensur.

Die Organisatoren hatten einen Vertreter der Harvard University und eine Vertreterin von Amnesty International eingeladen, um ihr Wissen zu autonomen Waffensystemen zu teilen. Die ETH-Leitung sperrte jedoch kurz vor Beginn des Vortrags die Türen und verbot die Veranstaltung. Die Gruppe Tech ETHics zeigt sich besorgt über diese Maßnahme und fordert eine Erklärung von der Hochschule.

Die ETH Zürich verteidigt ihre Entscheidung, den Vortrag zu verbieten, damit, dass sie von einer besorgten Person auf die problematische Situation hingewiesen wurde. Die Kurzfristigkeit der Anfrage und die Verwendung des ETH-Logos durch eine externe Organisation führten letztendlich dazu, dass die Hochschule die Veranstaltung absagte. Die Debatte über die Meinungsfreiheit an der ETH und die Rolle der Hochschule bei kontroversen Themen wie autonomen Waffen wird weiterhin geführt.

Insgesamt zeigt dieser Vorfall an der ETH Zürich die Kontroverse und Sensibilität rund um das Thema autonomer Waffensysteme auf. Die Diskussion über die Meinungsfreiheit in akademischen Institutionen wird fortgesetzt, während die Organisatoren und die ETH-Leitung weiterhin ihre Positionen verteidigen. Trotz des Verbots des Vortrags bleibt die Frage nach der angemessenen Behandlung kontroverser Themen an der ETH Zürich bestehen.

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