Möbelunternehmen steigert Gewinne und strebt nach mehr Wachstum
Die Mobiliar hat im ersten Halbjahr sowohl ein Gewinn- als auch ein Kundenwachstum verzeichnet, obwohl sie von schweren Unwettern beeinträchtigt wurde. Trotzdem konnte die genossenschaftlich organisierte Versicherung von den Finanzmärkten profitieren und deutlich mehr Geld verdienen. Der Halbjahresgewinn stieg um fast 29 Prozent auf 293 Millionen Franken, wobei das Finanzergebnis um 44 Prozent auf 283 Millionen stieg. Die Mobiliar hält prozentual mehr Aktien als andere Versicherer und auch größere Goldpositionen, die im Wert stark gestiegen sind.
Operativ wurden die Juni-Unwetter zu einer Herausforderung für die Mobiliar. Nach Überschwemmungen im Wallis und Tessin, Hagel im Jura und einem Erdrutsch im Misox erwartet der Versicherer Elementarschäden von über 75 Millionen Franken. Dies führte zu einem Anstieg des Schaden-Kosten-Satzes um 3,9 Prozentpunkte auf 95,4 Prozent und einer fast Halbierung des versicherungstechnischen Ergebnisses. In der zweiten Jahreshälfte traten weitere Unwetter auf, wie Gewitter im Berner Oberland, was voraussichtlich zusätzliche Kosten von 30 bis 40 Millionen Franken verursachen wird.
Die Mobiliar setzt auf Prävention, um das Risiko von Unwettern zu reduzieren. Seit 2019 hat das Unternehmen 16 Feuerwehrstützpunkte mit mobilen Deich-Systemen ausgestattet und Schwammstadt-Projekte in mehreren Städten unterstützt. Im laufenden Jahr plant die Gruppe, weitere Deiche im Wert von 1,9 Millionen Franken zu liefern. Trotz der Herausforderungen aufgrund von Unwettern setzt die Mobiliar weiterhin auf Wachstum: Im ersten Halbjahr stieg das Prämienvolumen um 5,8 Prozent auf 3,49 Milliarden Franken.
In der Nichtlebensparte wuchs das Privatkundengeschäft vor allem in den Bereichen Mobilität, Haushalt und Rechtsschutz. Bei Firmenkunden verzeichneten Privat- und Betriebsversicherungen für KMU ebenfalls ein gutes Wachstum. Im Vorsorgegeschäft stiegen die Prämien um 6,0 Prozent auf 610,6 Millionen Franken, vor allem durch positive Entwicklungen im Geschäft mit beruflicher Vorsorge. Die Mobiliar gewann netto rund 20.000 Kunden im ersten Halbjahr.
Konzernchefin Michèle Rodoni sieht weiteres Potenzial im Marktumfeld, insbesondere bezüglich Cyberrisiken oder der Wetterversicherung für Landwirte. Die Mobiliar plant, das Cross Selling mit Kunden aus dem Nichtlebengeschäft weiter auszubauen. Trotz Herausforderungen durch Unwetter zeigt die Mobiliar ein robustes Wachstum und eine klare Strategie zur Risikoreduzierung und weiterem Wachstum.





