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Thuner Stadtparlament beschließt Steuersenkung.

Die Stadt Thun plant, im nächsten Jahr die Steuern zu senken. Der Steuersatz soll von 1,72 auf 1,66 Einheiten reduziert werden. Die Steuersenkung wurde im Stadtrat diskutiert, wobei die Fraktionen unterschiedliche Meinungen über das Ausmaß der Senkung hatten. Die Stadt verfügt über solide Finanzen, die es ermöglichen, den Steuerfuss erstmals seit 30 Jahren zu verändern. Dennoch warnte Gemeinderätin Andrea de Meuron vor weitergehenden Forderungen, um kein strukturelles Defizit zu riskieren.

Der Gemeinderat legte dem Parlament ein ausgeglichenes Budget mit einem Gesamtaufwand- und ertrag von je 327,3 Millionen Franken vor. Die Senkung auf 1,66 Einheiten sei das Ergebnis eines sorgfältigen und vorausschauenden Prozesses, betonte De Meuron. Die politische Debatte um das Ausmass der Senkung führte zu verschiedenen Anträgen von den Fraktionen, wobei die bürgerliche Seite stärker senken wollte und die links-grüne Seite weniger stark.

Trotz der Steuersenkung plant die Stadt Thun bedeutende Investitionen in den kommenden Jahren zu stemmen. Die Fraktion GLP/EVP/EDU begrüßt die Senkung, redet aber davon, dass sie nicht weiter senken möchte als der Gemeinderat es vorgeschlagen hat. Die Grünen hätten gerne weniger gesenkt und das Geld stattdessen in einen Fonds für Klimaeffizienz gesteckt. Die endgültige Entscheidung über das Budget und die Steuersenkung liegt jedoch beim Volk.

Am Ende einer Abstimmung im Parlament obsiegte der Antrag des Gemeinderates mit einer Senkung auf 1,66 Einheiten. Das Budget wurde mit 34 zu 2 Stimmen angenommen, da es eine Steuersenkung beinhaltet. Das Volk wird noch über das Budget und die Steuersenkung entscheiden müssen. Im Kanton Bern lag der Mittelwert der Steueranlagen aller Gemeinden im Jahr 2024 bei 1,71 Einheiten.

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