Ausland

Unabhängigkeitstag der Ukraine: Verbündete versprechen Unterstützung

Der 33. Nationalfeiertag zur Unabhängigkeit der Ukraine fand inmitten von Kriegszeiten statt, dennoch gab es Unterstützungszusagen von Seiten der westlichen Verbündeten. Kanzler Olaf Scholz sicherte dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Solidarität Deutschlands zu, während auch die Regierungen der USA, Grossbritanniens und Polens ähnliche Bekenntnisse abgaben. Polens Präsident Andrzej Duda und die litauische Ministerpräsidentin Ingrida Šimonytė nahmen an den Feierlichkeiten in Kiew teil, bei denen Selenskyj eine neue Drohnen-Rakete aus ukrainischer Produktion vorstellte.

Die Regierungen der westlichen Länder sagten der Ukraine Unterstützung zu, sowohl politisch als auch militärisch. Duda betonte die Verpflichtung Polens zur Unterstützung des Landes auf seinem Weg in die EU und in die Nato. Auch Bundeskanzler Scholz tauschte sich mit Selenskyj über die militärische und humanitäre Lage in der Ukraine aus, wobei Deutschland kontinuierliche militärische Unterstützung zusicherte. US-Präsident Joe Biden und der britische Premierminister Keir Starmer versicherten ebenfalls ihre langfristige Unterstützung für die Ukraine.

Die USA und Litauen lieferten konkrete Hilfe in Form neuer militärischer Ausrüstung an die Ukraine. Ein neues US-Hilfspaket im Wert von rund 125 Millionen US-Dollar umfasst unter anderem Munition und medizinische Ausrüstung. Litauen will der Ukraine ebenfalls mit einem umfangreichen Militärpaket zur Seite stehen, darunter Drohnen, Munition und Ausrüstung zur Minensuche. Litauen zählt zu den engagiertesten Unterstützern der Ukraine und setzt sich energisch für einen Sieg der Ukraine gegen Russland ein.

Die Ukraine präsentierte an ihrem Nationalfeiertag eine neue Drohnen-Rakete namens „Paljanyzja“, die schneller und leistungsstärker als bisherige Modelle ist. Das Land setzt verstärkt auf die Produktion von Drohnen als vergleichsweise kostengünstige Waffen. Die ukrainischen Streitkräfte setzten vor allem Langstreckendrohnen gegen Ziele in Russland ein, da der Einsatz schwerer Waffen bisher nicht gestattet ist. Der ukrainische Militärgeheimdienst hat bereits Pläne zur Befreiung der besetzten Krim ausgearbeitet und plant auch die Zerstörung der von Russland gebauten Krimbrücke.

Die russischen Truppen setzten ihre Angriffe in der Ostukraine fort, wobei die Orte Torezk und Pokrowsk besonders betroffen waren. Die ukrainischen Verteidiger konnten mehrere Angriffe abwehren, jedoch richteten russische Luftangriffe erneut schwere Schäden an. Der Konflikt in der Region bleibt trotz der Unterstützungszusagen der westlichen Partner weiterhin angespannt, und die Ukraine arbeitet aktiv an Strategien zur Verteidigung ihres Landes und der Rückeroberung besetzter Gebiete.

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