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SP Interlaken reicht die „Airbnb-Initiative“ ein.

Die Interlakner SP hat erfolgreich eine Initiative zur Regulierung von Plattform-Vermietungen wie Airbnb gestartet und genügend Unterschriften gesammelt. Auch in umliegenden Gemeinden auf dem Bödeli werden Unterschriften gesammelt, um das Volksbegehren zu unterstützen. In Interlaken konnten 552 Unterschriften gesammelt werden, doppelt so viele wie nötig. Diese Initiative zielt darauf ab, Kurzzeitvermietungen von Wohnungen zu begrenzen, da sie den Wohnraum für Einheimische knapper machen und die Mieten steigen lassen. Familien und Menschen mit geringem Einkommen sind besonders von den Auswirkungen betroffen.

Die SP-Initiative fordert, dass Wohnungen nur für höchstens 90 Nächte pro Jahr an Personen vermietet werden dürfen, die sich vorübergehend außerhalb ihres gesetzlichen Wohnsitzes aufhalten. Ausnahmen gelten für Vermietungen von höchstens fünf Betten, wenn der Vermieter das ganze Jahr im Haus oder in der Wohnung lebt. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die negativen Auswirkungen von Kurzzeitvermietungen auf Wohnquartiere und Nachbarschaften zu reduzieren. Mit dem Einreichen der Unterschriften ist nun der Prozess in Gang gesetzt, und die Gemeindebehörden sind gefordert, sich mit dem Thema zu befassen.

Die Interlakner SP-Präsident Ruedi Simmler betonte die Wichtigkeit der Initiative und die Tatsache, dass die Sammelfrist für die Unterschriften bald ablaufen würde. Kurzzeitvermietungen bringen Vermietern oft deutlich höhere Einnahmen ein als Langzeitmieten, was zu einem Mangel an bezahlbarem Wohnraum für Einheimische führt. Auch die Lebensqualität in den Wohnquartieren leidet unter Lärm, Verkehr und einem Verlust an Nachbarschaftsgefühl. Es wird erwartet, dass die Initiative in allen fünf Bödeli-Gemeinden eingereicht werden kann.

Die SP sieht vor allem Familien und Menschen mit geringem Einkommen als diejenigen, die unter den Auswirkungen von Kurzzeitvermietungen am meisten leiden. Daher ist es wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um diese Probleme zu lösen und den Wohnraum für Einheimische zu sichern. Die Initiative wird dazu beitragen, die Situation zu verbessern und die Lebensqualität in den betroffenen Wohnquartieren zu erhalten. Mit der Übergabe der Unterschriften an die Gemeindebehörden ist ein erster Schritt getan, um die Regulierung von Plattform-Vermietungen voranzutreiben und die Interessen der Einheimischen zu schützen.

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