Sicherheitsfirma warnt vor Einbrüchen bei Beerdigungen
In den letzten Wochen hat eine Sicherheitsfirma auf Tiktok vor einer dreisten Beerdigungsmasche von Dieben gewarnt. Laut der Argus AG könnten Einbrecher die Adresse und den Zeitpunkt der Beerdigung aus Todesanzeigen ablesen und dann zuschlagen, wenn niemand zu Hause ist. Diese Masche ist nicht neu und den Polizeien der Schweiz bekannt, aber sie kommt nur sehr selten vor.
Todesanzeigen dienen normalerweise dazu, den Tod eines Menschen bekannt zu geben und auch das Datum der Beerdigung anzukündigen. Oft wird dabei auch die Adresse der Trauernden angegeben, damit beispielsweise Trauerkarten zugestellt werden können. Diese Informationen können jedoch von Dieben ausgenutzt werden, um während der Beerdigung zuzuschlagen, wenn niemand zu Hause ist. Die Sicherheitsfirma Argus AG empfiehlt deshalb, die eigene Adresse nicht öffentlich zu machen, sondern diejenige des Bestatters anzugeben.
Die Masche, während Beerdigungen einzubrechen, ist den Schweizer Polizeien bekannt, aber sie kommt äußerst selten vor. Es gibt keine genaue statistische Erfassung, wie viele Einbrüche während Beerdigungen tatsächlich stattfinden. Die Kantonspolizeien Bern, Aargau, St. Gallen und Luzern raten zwar aus Sicherheitsgründen dazu, die Adresse in der Todesanzeige wegzulassen, sehen aber keinen akuten Handlungsbedarf. Sollte sich die Situation ändern und vermehrt Einbrüche während Beerdigungen auftreten, würden die Polizeien entsprechende Warnungen aussprechen.
In der Regel erfolgt die Auswahl der Opfer von Einbrüchen nicht so gezielt, wie es bei der Beerdigungsmasche der Fall wäre. Die Täterschaft plant ihre Einbrüche normalerweise nicht anhand von Todesanzeigen. Es ist also eher unwahrscheinlich, dass Einbrecher gezielt die Abwesenheit der Bewohner während einer Beerdigung ausnutzen. Dennoch ist es wichtig, generelle präventive Maßnahmen gegen Einbrüche zu ergreifen, wie das Verschließen von Türen und Fenstern sowie das Melden verdächtiger Personen an den Notruf.
Insgesamt ist die Sicherheit während Beerdigungen ein seltenes Problem, das vor allem durch die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und die Aufklärungsarbeit der Polizeien bekämpft werden kann. Die Angst, dass Diebe aufgrund von Todesanzeigen gezielt zuschlagen könnten, ist zwar verständlich, aber statistisch betrachtet eher unwahrscheinlich. Die Polizeien empfehlen deshalb, sich nicht unnötig zu beunruhigen und weiterhin die üblichen Sicherheitsmaßnahmen zu beachten.





