Reichster Schweizer verschweigt Holocaust-Verbindungen seines Unternehmens
Der Schweizer Milliardär Klaus-Michael Kühne weigert sich, die Nazi-Verstrickungen seiner Familie und seines Unternehmens Kühne + Nagel während des Zweiten Weltkriegs aufzuarbeiten. Kühne, der zu den reichsten Menschen in der Schweiz und Deutschland zählt, hat ein geschätztes Vermögen von 34 Milliarden Franken. Sein Familienunternehmen Kühne + Nagel wurde während des Krieges in die M-Aktion der Nazis verwickelt, bei der jüdisches Mobiliar gestohlen und transportiert wurde. Die Familie Kühne war auch eng mit der NSDAP verbunden, was zu einem Skandal führte, als diese Informationen vor zehn Jahren bekannt wurden.
Unmittelbar nachdem der jüdische Grossaktionär Adolf Maass aus der Firma gedrängt wurde, übernahmen Klaus-Michael Kühnes Vater Alfred und sein Onkel Werner das Unternehmen. Maass und seine Frau wurden später von den Nazis ermordet, wahrscheinlich im Vernichtungslager Auschwitz. Obwohl diese Verstrickungen vor einem Jahrzehnt öffentlich wurden, hat Klaus-Michael Kühne bisher jede Untersuchung zu diesen Vorfällen unterdrückt. Eine von ihm in Auftrag gegebene Studie, die die Geschichte seines Unternehmens während der Nazi-Zeit beleuchten sollte, wurde nie veröffentlicht, da Kühne ihre Ergebnisse ablehnte und behauptete, sein Vater sei kein Nazi gewesen.
Trotz eines bereits negativen Images in der Presse bezüglich der Nazi-Verstrickungen seines Unternehmens bleibt Klaus-Michael Kühne weiterhin verschwiegen. Der Milliardär kämpft gegen die Veröffentlichung von Informationen über die Rolle von Kühne + Nagel bei den Naziverbrechen und zeigt wenig Interesse daran, die dunklen Kapitel der Firmengeschichte aufzuarbeiten. Die Frage, ob Kühne + Nagel die Studie zu den Nazi-Verstrickungen offenlegen soll, bleibt unbeantwortet und die 180-seitige Studie bleibt bis heute unter Verschluss.
Die Unterdrückung dieser Studie und die Weigerung Kühnes, die Nazi-Geschichte seiner Familie zu untersuchen, werfen viele Fragen auf. War Kühne + Nagel noch tiefer in die Naziverbrechen verstrickt, als bisher bekannt war? Welche Gründe könnten Klaus-Michael Kühne dazu bewogen haben, die Forschungsergebnisse zu verheimlichen? Trotz dieser Kontroversen und Kritik bleibt die Firma Kühne + Nagel still und weigert sich, ihre dunkle Vergangenheit näher zu beleuchten. Die Opfer der Nazi-Verbrechen und deren Familien haben bis heute keine vollständige Aufklärung über die Rolle von Kühne + Nagel erhalten.
In der Öffentlichkeit wird die Rolle von Unternehmen und Familien während des Zweiten Weltkriegs immer kritischer betrachtet. Die Forderung nach Transparenz und Aufarbeitung der Nazi-Verstrickungen wird immer lauter. Es bleibt abzuwarten, ob Klaus-Michael Kühne und Kühne + Nagel sich dieser Forderung stellen und endlich Licht in ihre dunkle Vergangenheit bringen werden. Die Weigerung, die Nazi-Verstrickungen aufzuarbeiten, könnte langfristig einen negativen Einfluss auf das Ansehen und den Ruf des Unternehmens haben. Es ist an der Zeit, dass Kühne + Nagel die Wahrheit über ihre Vergangenheit ans Licht bringt und sich ihrer Verantwortung stellt.





