Software AG: Weitere Verkäufe geplant durch Silver Lake
Die Software AG, einst das zweitgrösste Softwareunternehmen in Deutschland, steht kurz davor, zwei weitere Geschäftsbereiche zu veräussern. Das Unternehmen wird von Silver Lake Partners, einem Finanzinvestor, der Ende 2018 die Kontrolle übernommen hat, unterstützt. Die Veräusserung der Geschäftsbereiche Cumulocity und Alfabet steht kurz bevor. Es wird spekuliert, dass Cumulocity möglicherweise an das Team um Gründer Bernd Gross verkauft wird, während Alfabet von der niederländischen Private-Equity-Gesellschaft Main Capital erworben wurde. Branchenkenner schätzen die Verkaufspreise auf eine hohe zweistellige bis niedrige dreistellige Millionensumme.
Die Sorge um den endgültigen Zusammenbruch der Software AG wächst, da Silver Lake bereits zwei profitable Geschäftsbereiche des Unternehmens verkauft hat. Im Dezember 2023 wurde das Geschäft mit StreamSets und webmethods an IBM für 2,13 Milliarden Euro verkauft, während TrendMiner im Mai dieses Jahres an Proemion Holding GmbH abgegeben wurde. Insiderinformationen deuten darauf hin, dass auch die BPM- und Process Mining-Suite ARIS zum Verkauf steht, was weitere Bedenken hinsichtlich des Schicksals des Unternehmens aufwirft.
Die Software AG, ein Anbieter von Softwarelösungen und Dienstleistungen mit Sitz in Darmstadt, wurde Mitte 2023 von Silver Lake übernommen. Der Finanzinvestor erhöhte seinen Anteil bis Ende Februar 2024 auf 93,33 % und nahm das Unternehmen am 23. Februar 2024 von der Börse. Die künftige Ausrichtung und Entwicklung der Software AG bleiben angesichts der Veräusserungen von Geschäftsbereichen und des potenziellen Verkaufs von ARIS ungewiss. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird und welche Auswirkungen dies auf das Unternehmen und seine Mitarbeiter haben wird.
Laut Insiderinformationen könnte die Software AG vor einem weiteren Verkauf stehen und sich von der BPM- und Process Mining-Suite ARIS trennen. Dies folgt auf die bereits erfolgten Verkäufe von StreamSets, webmethods und TrendMiner. Die Zukunft des Unternehmens und seiner verbliebenen Geschäftsbereiche ist somit ungewiss. Silver Lake Partners, der Finanzinvestor, der maßgeblich an den Veräusserungen beteiligt ist, muss strategische Entscheidungen treffen, um die Software AG zurück auf den Erfolgskurs zu bringen.
Die Veräusserung von Geschäftsbereichen wie Cumulocity und Alfabet könnte dazu dienen, die finanzielle Situation der Software AG zu stabilisieren und Ressourcen für künftige Investitionen freizusetzen. Trotz der Unsicherheit und Sorgen um die Zukunft des Unternehmens bleibt die Software AG ein bedeutender Akteur im Softwaremarkt. Die Veränderungen im Unternehmen könnten dazu beitragen, seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und seine Position als führender Anbieter von Softwarelösungen zu festigen.
Insgesamt steht die Software AG vor einer Zeit des Wandels und der Herausforderungen, die es zu überwinden gilt. Die Entscheidungen und Maßnahmen des Managements werden maßgeblich darüber entscheiden, wie sich das Unternehmen künftig entwickeln wird. Die Unterstützung von Silver Lake Partners könnte dabei entscheidend sein, um die Software AG wieder auf Kurs zu bringen und langfristigen Erfolg zu sichern. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt und welche Auswirkungen dies auf das Unternehmen, seine Mitarbeiter und seine Kunden haben wird.





