Immobilienunternehmen täuschen Käufer mit „Zürich“-Strategie in Agglomerationsinseraten
Die Immobilienbranche ist bekannt für ihre Tricks, um Objekte in Anzeigen attraktiv darzustellen. Ein häufig verwendetes Mittel ist es, Namen von naheliegenden Großstädten in die Ortsbeschreibung einzubeziehen, auch wenn das Objekt tatsächlich nicht in der Stadt liegt. Zum Beispiel wird eine Wohnung in Dietikon als „Zürich-Dietikon“ beworben. Dies soll dazu dienen, mehr potenzielle Interessenten anzulocken, die eigentlich in Zürich nach Wohnungen suchen. Diese Praxis wird von Kritikern als irreführend angesehen und als Ausnutzung der Verzweiflung von Wohnungssuchenden betrachtet.
Die stellvertretende Leiterin der Kommunikation des Mieterverbands Zürich, Manuela Gallati, verurteilt diese Praktiken als unfair. Sie warnt davor, dass solche Irreführungen besonders frustrierend sind, da der Wohnungsmarkt in Zürich ohnehin sehr herausfordernd ist. Durch die Verwendung von solchen Trickbegriffen wie „zentral gelegen“ oder „naturnah“ sollen potenzielle Mieter angezogen werden, die dann bei Besichtigungen möglicherweise enttäuscht werden, da die Realität nicht mit den Versprechungen übereinstimmt.
Eine weitere Masche, die von Immobilienverwaltungen genutzt wird, ist das Schönreden von Objekten. Begriffe wie „an zentraler Lage“ können beispielsweise Verkehrslärm bedeuten, während „gemütlich“ für klein und eng stehen kann. Es ist ratsam, bei der Wohnungssuche aufmerksam zu sein und sich nicht von schönen Worten blenden zu lassen. Denn oft werden Wohnungen in Anzeigen in einem positiven Licht dargestellt, obwohl die Realität anders aussieht.
Die Bezeichnung von Orten in der Nähe von Zürich in Wohnungsanzeigen ist nicht die einzige List, die Immobilienverwaltungen anwenden. Laut Manuela Gallati gibt es noch viele weitere Tricks, die dazu dienen, potenzielle Mieter anzulocken. Dazu gehört auch die Verwendung von auffällig niedrigen Preisen oder geringen Nebenkosten, um Interessenten zu locken. Es ist wichtig, als Wohnungssuchender aufmerksam zu sein und die Realität mit den Versprechungen in den Anzeigen abzugleichen, um Enttäuschungen zu vermeiden.
Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass nicht alle Irreführungen auf Wohnungsinseraten harmlos sind. Es gibt auch betrügerische Inserate, die darauf abzielen, Geld oder persönliche Daten zu stehlen. Solche Angebote erkennt man häufig an auffälligen Merkmalen wie sehr niedrigen Preisen oder unmöglichen Versprechungen. Es ist daher ratsam, bei der Wohnungssuche vorsichtig zu sein und im Zweifelsfall auf Nummer sicher zu gehen, um nicht Opfer von Betrügern zu werden.