Portugal in Flammen: Waldbrände vernichten Fläche so groß wie der Bodensee
In Portugal wüten seit Tagen schwere Waldbrände, die bereits eine Fläche von 106’000 Hektar zerstört haben. Die betroffenen Regionen sind Aveiro, Porto und Viseu im Norden und Zentrum des Landes. Diese Naturkatastrophe hat bereits 5 Menschenleben gefordert, darunter 4 Feuerwehrleute und 1 Zivilist. 59 Personen wurden verletzt, 10 davon schwer. Die Löscharbeiten werden von mehr als 3000 Einsatzkräften und 19 Löschflugzeugen und Hubschraubern unterstützt, aber aufgrund des schwer zugänglichen Geländes und der starken Winde gestaltet sich der Einsatz schwierig.
Die portugiesische Regierung warnt vor einer Entwarnung und meint, dass die nächsten 48 Stunden noch kompliziert sein werden. Unterstützung bei den Löscharbeiten kam von EU-Partnern wie Spanien, Griechenland, Italien und Frankreich. Spanien schickte sogar 248 Angehörige und 82 Fahrzeuge der Militärischen Nothilfeeinheit UME ins Nachbarland. Die Waldbrände haben zu einem Verkehrschaos geführt, mit teilweisen Sperrungen von Autobahnen und Landstrassen. Luft-, Zug- und Fernbusverkehr sind erheblich gestört.
Die Bewohner wurden dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben und möglichst wenig Wasser zu nutzen. Mehrere Gebäude und Fahrzeuge wurden von den Flammen erfasst, und der Rauch verdunkelte den Himmel über mehreren Gemeinden. Die Löscharbeiten werden weiterhin erschwert, aber die Feuerwehr und andere Einsatzkräfte arbeiten unermüdlich daran, die Brände unter Kontrolle zu bringen. Die verheerenden Waldbrände in Portugal haben bereits grosse Schäden angerichtet, die noch lange nicht behoben werden können.