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Gewerkschaften fordern einen Lohnzuwachs von bis zu vier Prozent

Travail Suisse fordert für das kommende Jahr deutliche Lohnerhöhungen von bis zu vier Prozent, um die Kaufkraftkrise zu überwinden. Die Reallöhne sind in den letzten drei Jahren trotz wirtschaftlicher Erholung gesunken und befinden sich auf dem Niveau von 2014. Der Arbeitnehmer-Dachverband betont, dass die Arbeitnehmenden höhere Reallöhne benötigen, um die steigenden Lebenshaltungskosten, wie Krankenkassenprämien und Wohnkosten, abzudecken.

Die Voraussetzungen für die geforderten Lohnerhöhungen seien laut Travail Suisse gut, da die Wirtschaft sich erholt und der Preisdruck auf Unternehmen abnimmt. Viele Branchen sind mit einem Arbeitskräftemangel konfrontiert, was die Beschäftigungswachstum zeigt. Dennoch haben die Arbeitnehmenden an Kaufkraft verloren, anstatt mehr zu verdienen. Insbesondere im Gesundheitswesen und im Detailhandel besteht ein erheblicher Lohnrückstand, der dringend angegangen werden muss.

Auch im Service Public stehen die Arbeitnehmenden vor großen Herausforderungen, da die Reallohnverluste inakzeptabel sind. Der Personalverband Transfair fordert für 2025 den vollen Teuerungsausgleich und die rückwirkende Anpassung der aufgelaufenen Teuerung der vergangenen Jahre. Im Gastgewerbe sind die Mindestlohnverhandlungen gescheitert, da die Arbeitgeberverbände nicht bereit waren, alle Beschäftigten angemessen zu entlohnen. Deshalb wird nun das Schiedsgericht angerufen, um die Mindestlöhne im Schweizer Gastgewerbe festzulegen.

Travail Suisse betont, dass die Arbeitnehmenden die Produktivitätsgewinne erarbeitet haben und deshalb höhere Reallöhne benötigen. Die Kaufkraft der Arbeitnehmenden sei aufgrund der schwachen Lohnentwicklung massiv geschwächt, und es bestehe dringender Nachholbedarf bei den Löhnen. Der Verband fordert daher deutliche Lohnerhöhungen von bis zu vier Prozent, um die steigenden Lebenshaltungskosten auszugleichen und die Kaufkraft der Arbeitnehmenden zu stärken.

Die Beschäftigung ist in vielen Branchen stark gewachsen, und viele Betriebe suchen dringend nach Mitarbeitenden. Trotzdem haben die Arbeitnehmenden an Kaufkraft verloren, anstatt von der verbesserten wirtschaftlichen Situation zu profitieren. Die Gewerkschaften fordern deshalb eine generelle Lohnerhöhung von 250 Franken pro Monat im Bauhauptgewerbe und Maßnahmen wie kräftige Lohnerhöhungen im Gesundheitswesen, um den Druck auf das Personal zu lindern.

Insgesamt fordert Travail Suisse eine bessere Entlohnung der Arbeitnehmenden, um die Kaufkraftkrise zu überwinden. Die Verbände betonen, dass die Arbeitnehmenden die Lohnerhöhungen verdienen, die notwendig sind, um die steigenden Lebenshaltungskosten zu decken. Mit den steigenden Preisen und dem wirtschaftlichen Wachstum ist es wichtig, dass die Beschäftigten angemessen entlohnt werden, um ihre Kaufkraft zu stärken und die Wirtschaft anzukurbeln.

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