Fahrbahn im Lötschberg-Scheiteltunnel mit Rissen nach Sanierung
Am Nordportal der Fahrbahn des Lötschberg-Scheiteltunnels bröckelt der Beton, der im Jahr 2021 und 2022 eingebaut wurde. Obwohl Schäden am neuen Beton festgestellt wurden, versichert die Bahngesellschaft BLS, dass die Betriebssicherheit gewährleistet ist. Die BLS arbeitet nun mit Experten zusammen, um die Ursachen für die Schäden zu untersuchen, die vermutlich durch Schwefelwasser verursacht wurden.
Bei einer Kontrolle vor wenigen Wochen wurden Risse und Abbröckelungen an der Oberfläche des Betons an der Fahrspur im nördlichen Teil des Lötschberg-Scheiteltunnels entdeckt. Um die Sicherheit zu gewährleisten, wurden Spurstangen installiert. Die BLS untersucht nun die genauen Ursachen der Schäden und analysiert die Zusammensetzung des Bergwassers und des Betons, um festzustellen, welche Sanierungsarbeiten erforderlich sind und mit welchen Kosten diese verbunden sein werden.
Die Bauarbeiten im Südabschnitt des Tunnels, die von der Firma Rhomberg durchgeführt werden, sind laut BLS-Angaben nicht von den Schäden betroffen und sollen plangemäss im Oktober abgeschlossen werden. Die ursprünglich geplanten Kosten von 105 Millionen Franken für die Sanierung des Lötschberg-Scheiteltunnels wurden bereits auf 180 Millionen Franken erhöht, aufgrund von Nachforderungen der Baufirma Marti und unvorhergesehenen Schwierigkeiten im Berg sowie Wassereinbrüchen.
Die BLS arbeitet daran, die weiteren notwendigen Schritte zur langfristigen Behebung der Schäden einzuleiten, sobald die Detailprüfung abgeschlossen ist. Die Inbetriebnahme des Tunnels wird voraussichtlich Ende 2024 statt Ende 2023 erfolgen, wie ursprünglich geplant. Die Firma Rhomberg wurde beauftragt, den letzten 1,5 Kilometer langen Abschnitt im Süden des Tunnels zu sanieren, um die Betonfahrbahn zu wechseln.





