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Energieunternehmen Romande mit Gewinnrückgang im ersten Halbjahr

Das erste Halbjahr 2024 war für Romande Energie geprägt von einem deutlichen Rückgang des Umsatzes und Gewinns. Der Energieversorger verzeichnete einen Umsatzrückgang von 13 Prozent auf 425,5 Millionen Franken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, hauptsächlich aufgrund sinkender Tarife für regulierte Endkunden und einem Rückgang der verkauften Mengen am freien Markt. Das Betriebsergebnis EBIT brach um 72 Prozent auf 20,1 Millionen Franken ein, hauptsächlich bedingt durch regulatorische Belastungen im Energiebereich. Trotz eines Gewinns aus Beteiligungen konnte das Unternehmen unter dem Strich nur 66,4 Millionen Franken Gewinn verbuchen, ein Rückgang von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Beitrag von Alpiq und EOS NER SA zum Gesamtergebnis von Romande Energie belief sich auf 48 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2024, im Vergleich zu 63 Millionen im Vorjahreszeitraum. Romande Energie hält eine Beteiligung von knapp 30 Prozent an der EOS Holding, die wiederum ein Drittel an Alpiq und 100 Prozent an EOS NER SA besitzt. CEO Christian Petit äußerte sich zu den Herausforderungen, denen das Unternehmen gegenübersteht, und betonte die Notwendigkeit, das Beschaffungsportfolio zu optimieren und die Stabilität in Bezug auf regulatorische Faktoren zu verbessern.

Für das Gesamtjahr 2024 erwartet Romande Energie ein weiterhin rückläufiges Betriebsergebnis, das im zweiten Halbjahr voraussichtlich keinen nennenswerten Beitrag zum EBIT leisten wird. Ab 2025 soll jedoch eine schrittweise Rückkehr zu einem positiven Ergebniswachstum erfolgen. Die Gruppe plant, bis 2027 Investitionen in Höhe von 1,4 Milliarden Franken fortzusetzen und diese bis 2030 fortzuführen, wobei der Schwerpunkt auf Speicherung und Flexibilität liegt.

Der langjährige Präsident Guy Mustaki wird sich im Mai 2025 aus dem Verwaltungsrat von Romande Energie verabschieden und nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung stehen. Nach 20 Jahren im Verwaltungsrat und 19 Jahren als VRP wird Mustaki seine Funktion aufgeben. Romande Energie strebt weiterhin eine nachhaltige Wachstumsstrategie an und plant, auch in Zukunft in die Entwicklung von Speicherung und Flexibilität zu investieren, um langfristig erfolgreich zu bleiben.

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