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Outdoor: Diese Pilze in der Schweiz sind genießbar

Das Pilzsammeln ist ein beliebter Zeitvertreib, der viele Menschen in der Schweiz begeistert. Es gibt über 20’000 Pilzarten in der Schweiz, von denen jedoch nur 300 essbar sind, während 200 giftige Pilze existieren. Es ist wichtig, sich vor dem Sammeln von Pilzen über die essbaren Sorten zu informieren, da beliebte Speisepilze oft giftige Doppelgänger haben. Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft hat bereits über 10’000 Pilzarten gezählt, und es wird vermutet, dass ihre Anzahl sogar doppelt so hoch ist.

Das Sammeln von Pilzen kann eine angenehme Outdoor-Aktivität sein, aber es birgt auch Risiken, vor allem für Laien. Nur wenige Pilze sind wirklich schmackhaft, während andere giftig sein können. Experimente mit unbekannten Pilzen sollten vermieden werden, da sie eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit darstellen können. Wild wachsende Pilze wie Steinpilze, Pfifferlinge und Morcheln zählen zu den bekanntesten essbaren Sorten in der Schweiz. Der Riesenschirmling ist eine Augenweide und kann eine Mahlzeit im Freien allein ausmachen.

Ein Problem für unerfahrene Pilzsammler sind die giftigen Doppelgänger beliebter Speisepilze. Obwohl die Zahl der Pilzvergiftungen in der Schweiz insgesamt relativ niedrig ist, ist Vorsicht geboten. Giftige Pilzvergiftungen können schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Beispielsweise können kleinere Geschwister des Riesenschirmlings stark toxisch sein und der beliebte Champignon hat gefährliche Verwandte wie den Grünen Knollenblätterpilz.

Es ist wichtig, Pilze niemals roh zu essen, da sie thermoinstabile Gifte enthalten können, die beim Erhitzen zerstört werden. Beliebte Pilze wie Morcheln müssen mindestens 20 Minuten lang gekocht werden, um sicher verzehrt werden zu können. Es wird empfohlen, einen Campingkocher und eine Pfanne mitzunehmen, um Pilze beim Outdoor-Abenteuer zuzubereiten. Es besteht jedoch immer noch das Risiko, an einen Pilz mit thermostabilen Giften zu geraten, deren Gift nicht durch hohe Temperaturen zerstört wird.

Um sicherzustellen, dass die gesammelten Pilze essbar sind, ist es ratsam, eine Pilzberatungsstelle aufzusuchen. Die Schweizerische Vereinigung amtlicher Pilzkontrolleure bietet an verschiedenen Standorten im ganzen Land Pilzkontrollen an, bei denen die Pilze überprüft werden können. Bei Anzeichen einer Pilzvergiftung können Notfall-Experten kontaktiert werden, und im Notfall sollten sofortige Maßnahmen ergriffen werden, einschließlich des Anrufs der Notfallnummer 145 von Tox Suisse oder der allgemeinen Notrufnummer. Es ist wichtig, beim Sammeln von Pilzen umsichtig zu sein und sich gut zu informieren, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden.

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