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Petition für die Installation von Lärmblitzern in der Stadt

Eine Petition mit fast 20’000 Unterschriften wurde in der Schweiz eingereicht, die die Installation von Lärmblitzern gegen störenden Fahrzeuglärm fordert. Die Lärmliga Schweiz argumentiert, dass knatternde Auspuffe und heulende Motoren den Schlaf stören und Aufenthalte im Freien verderben. Dies wirkt sich auch negativ auf die Gesundheit aus. Obwohl Fahrer, die vermeidbaren Lärm verursachen, bereits heute mit Geldstrafen belegt werden können, benötigt die Polizei Unterstützung für regelmäßige Kontrollen.

Die Lärmblitzer funktionieren ähnlich wie Radar-Tempomessgeräte und erkennen zu laute vorbeifahrende Fahrzeuge. Ein Pilotprojekt des Bundesamtes für Umwelt in Genf hat gezeigt, dass diese Geräte technisch möglich und sinnvoll sind. Die Lärmliga fordert daher die flächendeckende Einführung von Lärmblitzern in der Schweiz. Zürich will als erstes eine Testphase mit den Geräten durchführen, nachdem der Stadtgemeinderat und auch die Polizeivorsteherin Karin Rykart grünes Licht gegeben haben.

Das Stadtparlament in Zürich hat bereits einen Versuch mit Lärmblitzern gefordert, doch der Zeitpunkt für die Installation der Geräte ist noch unklar. Gabriela Suter, Aargauer SP-Nationalrätin und Präsidentin der Lärmliga, betont, dass keine neuen Gesetze erforderlich sind, um Lärmblitzer einzuführen. Sie glaubt jedoch, dass die Präsenz dieser Geräte dazu beitragen kann, dass bestehende Gesetze besser eingehalten werden. Suter hat bereits im vergangenen Juni eine Motion für die Schaffung gesetzlicher Grundlagen für Lärmblitzer eingereicht, die von 19 Ratsmitgliedern aus allen Fraktionen außer der SVP unterstützt wurde.

Der Bundesrat hat bisher noch keine Stellungnahme zu dem Vorschlag abgegeben. Die Forderung nach Lärmblitzern in der Schweiz steht im Zusammenhang mit der Bemühung, Fahrzeuglärm zu reduzieren und die Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern. Sollte der Test in Zürich erfolgreich verlaufen, könnte dies der erste Schritt zur flächendeckenden Einführung von Lärmblitzern in der gesamten Schweiz sein. Die Lärmliga hofft darauf, dass die Behörden das ernste Problem des störenden Fahrzeuglärms ernst nehmen und angemessen darauf reagieren.

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