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Deutschland-Liebhaberin setzt Thurgauer Gemeindepräsidenten zur Haft aus.

In Zihlschlacht-Sitterdorf im Kanton Thurgau sorgt eine Staatsverweigerin für Aufsehen, indem sie Haftbefehle und Rechnungen an das Gemeindepersonal schickt. Ein Dokument auf der Website „We the People Switzerland“ enthüllt einen Haftbefehl gegen den Gemeindepräsidenten Christian Hinterberger. Dieser Haftbefehl enthält Vorwürfe wie Amtsanmaßung, Personenstandsfälschungen und Missachtung der Menschenrechte. Hinterberger zeigt sich jedoch unbeeindruckt von den Anschuldigungen.

Der Haftbefehl richtet sich neben Hinterberger auch an andere Personen, darunter den Leiter des Betreibungsamts, einen Friedensrichter, den Leiter des Steueramts und den Gemeindeschreiber von Zihlschlacht-Sitterdorf. Es existieren Haftbefehle gegen viele weitere Personen auf der Webseite. Die Verfasserin des Haftbefehls weigert sich, den staatlichen Gesetzen zu folgen, und gerät seit zwei Jahren immer wieder mit der Gemeinde in Konflikt. Ihre persönlichen Angriffe auf Personen werden von Hinterberger als Grenzüberschreitung angesehen.

Der Streit begann, als die Frau sich von der Gemeinde abmelden wollte, aber dennoch Leistungen wie AHV oder Krankenversicherung behalten wollte. Seitdem schickt sie jegliche Korrespondenz an die Gemeinde zurück und ignoriert Steuerrechnungen. Die Auseinandersetzung gipfelte in Schadenersatzforderungen und Zahlungsbefehlen von bis zu 100.000 Franken gegen Hinterberger und zwei weitere Mitarbeiter der Gemeinde. Der Gemeindepräsident hofft auf eine bessere Zusammenarbeit mit dem Kanton, um solche Situationen besser zu bewältigen.

Die Gruppe „We the People Switzerland“ betrachtet die Schweiz als illegale ausländische Firma und verweigert die Zahlung von Steuern und Bussen. Der Bund will mehr über die Aktivitäten von Staatsverweigerern in der Schweiz erfahren, da ihre Zahl steigt und ein umfassendes Bild der Lage fehlt. Insgesamt zeigt der Fall in Zihlschlacht-Sitterdorf die Herausforderungen, die durch die Verweigerung der Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen entstehen können und unterstreicht die Bedeutung einer konstruktiven Kommunikation zwischen Bürgern und Behörden.

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