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Drei St. Galler Kantonsräte fordern, dass Französisch erst ab Oberstufe unterrichtet wird.

Drei St. Galler Kantonsräte fordern, dass die zweite Fremdsprache an Schulen erst ab der Oberstufe, nicht mehr in der Primarschule unterrichtet wird. Sie haben einen Vorstoss eingereicht, um eine Neuregelung im Sprachunterricht durchzusetzen. Bisher lernen Schulkinder in der Primarschule Französisch und Englisch, doch die Politiker sehen die aktuellen Praktiken als unbefriedigend an. Sie fordern eine höhere Priorisierung der Erstsprache in der Primarschule und wollen die Schüler von der Belastung durch überdurchschnittlich viele Unterrichtsstunden entlasten, um sich stärker auf grundlegende Kompetenzen wie Rechnen, Lesen und Schreiben zu konzentrieren.

Die Interpellation der Kantonsräte Brigitte Pool, Ruth Keller-Gätzi und Raphael Frei zielt darauf ab, den Fokus auf die Erstsprache in der Primarschule zu stärken und die Fremdsprachenunterricht erst in der Oberstufe zu beginnen. Sie argumentieren, dass die aktuellen Praktiken zu einem Rückgang der Sprachkompetenzen in den lokalen Landessprachen führen. Die Politiker sind der Meinung, dass die Schüler von einer späten Einführung der zweiten Fremdsprache profitieren würden, da sie weniger überdurchschnittliche Lektionen absolvieren müssten und sich stattdessen auf grundlegende Fähigkeiten konzentrieren könnten.

Die St.Galler Bildungsdirektorin Bettina Surber hat jedoch in einem Interview betont, dass die Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule (Harmos-Konkordat) den Unterricht von zwei Fremdsprachen in der Primarschule vorschreibt. Die Interpellanten wollen daher von der Regierung wissen, ob sie bereit ist, sich für eine Anpassung von Harmos einzusetzen, um die Forderungen der Kantonsräte umzusetzen. Sie möchten erreichen, dass Französisch erst ab der Oberstufe unterrichtet wird, um den Schülern mehr Zeit für grundlegende Kompetenzen zu geben und die Belastung durch überdurchschnittlich viele Unterrichtsstunden zu verringern.

In der Interpellation betonen die Kantonsräte die Bedeutung der Erstsprache und sehen die aktuellen Praktiken als unbefriedigend an. Sie fordern eine Neuregelung im Sprachunterricht, um den Fokus auf die Grundkompetenzen wie Rechnen, Lesen und Schreiben zu legen. Die Politiker argumentieren, dass eine spätere Einführung der zweiten Fremdsprache den Schülern ermöglichen würde, sich besser auf diese entscheidenden Fähigkeiten zu konzentrieren und sich so besser auf ihre weiteren schulischen und beruflichen Wege vorzubereiten.

Die Forderung der Kantonsräte nach einer Neuregelung im Sprachunterricht an St.Galler Schulen stößt auf kontroverse Meinungen. Während die Politiker argumentieren, dass eine spätere Einführung der zweiten Fremdsprache den Schülern langfristig zugutekommen würde, betont die Bildungsdirektorin Bettina Surber die Verpflichtung zum Unterrichten von zwei Fremdsprachen in der Primarschule gemäß dem Harmos-Konkordat. Es bleibt abzuwarten, wie die Regierung auf den Vorstoss der Kantonsräte reagieren wird und ob sich eine Anpassung von Harmos für eine Änderung im Sprachunterricht tatsächlich umsetzen lässt.

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