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Verlust der Kaufkraft betrifft in Berner Kanton Geringverdiener und Frauen

Die Kaufkraft der Arbeitnehmer im Kanton Bern ist laut einer Umfrage der Gewerkschaft Unia in den letzten Jahren stark gesunken. Zwei Drittel der Arbeitnehmer können sich jetzt weniger leisten als vor drei Jahren. Besonders Geringverdiener und Frauen sind vom Kaufkraftverlust betroffen. Nur etwa 31 Prozent der Beschäftigten haben in den letzten Jahren eine jährliche Lohnerhöhung erhalten, was zu einem grossen Nachholbedarf führt.

Um die Lohnlücke zu schliessen, wird für dieses Jahr eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 5 Prozent für notwendig erachtet. Laut Sören Niemann, Co-Leiter der Unia Bern/Oberaargau-Emmental, würde eine Steigerung der Kaufkraft nicht nur den Arbeitnehmern, sondern auch der Wirtschaft zugute kommen. Die Lohnsteigerungen variieren je nach Branche, wobei Industriebetriebe im Vergleich zu Detailhandel und Gesundheitswesen höhere Lohnerhöhungen verzeichnen.

Die Kombination aus Teuerung und zu geringen Lohnerhöhungen hat dazu geführt, dass fast 67 Prozent der Befragten sich heute weniger leisten können als vor drei Jahren. Für mehr als 40 Prozent reichen die Löhne nicht aus, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Besonders Frauen sind von der prekären finanziellen Situation betroffen. Eine unerwartete Rechnung über tausend Franken stellt für viele eine grosse finanzielle Belastung dar.

Die Unia plant eine nationale Lohnkundgebung am 21. September in Bern, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Rund 400 Personen haben an der Umfrage der Gewerkschaft teilgenommen, die von Anfang Juli bis Mitte August lief. Die Gewerkschaften setzen sich für gerechtere Löhne und eine höhere Kaufkraft der Arbeitnehmer ein.

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