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Beide Basel beginnen eine Offensive zur Ausbildung im Pflegebereich.

Basel-Landschaft und Basel-Stadt haben gemeinsam die erste Etappe zur Umsetzung des Pflege-Verfassungsartikels gestartet. Nach dem Inkrafttreten der gesetzlichen Grundlagen im Juli stellen beide Kantone Ausbildungsbeiträge im Pflegebereich zur Verfügung. Diese Ausbildungsoffensive läuft acht Jahre lang, wie die beiden Gesundheitsdirektoren Thomi Jourdan (EVP) und Lukas Engelberger (Mitte) am Donnerstag im Alters- und Pflegeheim Hofmatt in Münchenstein vor den Medien bekanntgaben. Basierend auf der Bundesvorgabe, die den tertiären Bereich fördern soll, unterstützen die beiden Basel außerdem die Ausbildung zum Fachmann oder zur Fachfrau Gesundheit EFZ (FaGe). Diese Lehre sei ein wichtiger Weg für eine höhere Ausbildung im Pflegebereich, so Jourdan.

Wer in den beiden Basel ein FH- oder HF-Studium in der Pflege absolvieren möchte, kann nun individuelle Unterstützungsbeiträge von 24’000 Franken pro Jahr bei Vollzeitausbildung beantragen. Bei einem Teilzeitpensum besteht Anspruch auf 18’000 Franken pro Ausbildungsjahr. Zusätzlich haben Personen, die elterliche Betreuungs- und Unterhaltspflichten wahrnehmen, Anrecht auf weitere 10’000 Franken pro Kind und Jahr. Auch Ausbildungsbetriebe werden gefördert, mit Beiträgen von bis zu 300 Franken pro geleisteter Arbeitswoche im Bereich HF und FH sowie maximal 1800 Franken pro geleistetem FaGe-Lehrjahr.

Die Ausbildungsoffensive wird in Basel-Stadt rund 50 Millionen Franken kosten, wovon der Bund etwa 20 Millionen übernehmen wird. Im Baselbiet belaufen sich die Kosten auf rund 36 Millionen, wobei der Bund sich nach Angaben der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion mit maximal 50 Prozent beteiligen wird. Die Initiative geht auf die Pflegeinitiative zurück, die am 28. November 2021 von Volk und Ständen angenommen wurde. Diese fordert unter anderem, dass Bund und Kantone sicherstellen, dass ausreichend diplomierte Pflegefachpersonen zur Verfügung stehen.

Das Ziel der Ausbildungsoffensive in Basel-Landschaft und Basel-Stadt ist es, den Pflegebereich zu stärken und mehr qualifizierte Pflegefachpersonen auszubilden. Die Förderung von Ausbildungsbeiträgen und Unterstützung für Ausbildungsbetriebe soll dazu beitragen, den Bedarf an Pflegekräften langfristig zu decken und die Qualität in der Pflege zu erhöhen. Durch die Bereitstellung finanzieller Mittel für Auszubildende und Betriebe wird die Attraktivität des Pflegeberufs gesteigert und die Weiterentwicklung des Pflegesektors gefördert.

Die Ausbildungsoffensive in Basel-Landschaft und Basel-Stadt ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Pflegeversorgung. Durch die Unterstützung von Auszubildenden und Ausbildungsbetrieben soll die Professionalisierung des Pflegebereichs vorangetrieben werden. Die Finanzierung durch die Kantone und den Bund sichert langfristig die Ausbildung von qualifiziertem Pflegepersonal und trägt dazu bei, den steigenden Bedarf an Pflegefachpersonen zu decken.

Insgesamt ist die Ausbildungsoffensive in Basel-Landschaft und Basel-Stadt ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des Pflegeverfassungsartikels und zur Sicherung einer qualitativ hochwertigen Pflegeversorgung. Die finanzielle Unterstützung für Auszubildende und Ausbildungsbetriebe sowie die Förderung des tertiären Bereichs tragen dazu bei, den Pflegebereich in der Region zu stärken und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Durch die Zusammenarbeit von Bund und Kantonen wird die Ausbildung von Pflegefachpersonen langfristig gesichert und die Qualität in der Pflege nachhaltig verbessert.

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