Bei diesen Initiativen wurde am meisten betrogen.
In der Schweiz gab es mehrere Enthüllungen über Betrug bei der Sammlung von Unterschriften für politische Initiativen. Sowohl rechte als auch linke Initiativen waren betroffen. Es wird vermutet, dass kommerzielle Unternehmen im grossen Stil betrogen haben, indem sie ältere Unterschriften einfach abgeschrieben haben. Dies führte zu einem Verdacht auf Wahlfälschung, und die Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Die Grünen-Nationalrätin Greta Gysin forderte sogar ein Verbot der kommerziellen Unterschriftensammlung.
Unter den betroffenen Initiativen waren sowohl solche aus rechten Kreisen, wie die AKW-Initiative „Blackout stoppen“ oder die Neutralitätsinitiative der SVP, als auch solche aus links-grünen Kreisen, wie die Massentierhaltungsinitiative oder die Initiative gegen Tierversuche. Insgesamt gab es zwölf Initiativen in der Waadt, bei denen am meisten gefälschte Unterschriften entdeckt wurden. Selbst bei Initiativen, die nicht eindeutig einer politischen Richtung zuzuordnen sind, wurde betrogen.
Besonders auffällig war der Fall der Initiative für ein Importverbot für Stopfleber, die in der Romandie beliebt ist. Obwohl es mehrere Versuche gab, den Import einzuschränken, scheiterten diese bisher. Über die Hälfte der Unterschriften für diese Initiative stammt angeblich aus der Westschweiz, insbesondere aus der Waadt. Es wird vermutet, dass einige Unternehmen dort Signaturen gekauft haben, um ihre Ziele zu erreichen.
Die Service-Citoyen-Initiative, die sich gegen das Vorgehen der kommerziellen Unterschriftensammler richtet, reichte eine Strafanzeige gegen die Firma Incop ein, die mit der Sammlung beauftragt war. Dies zeigt, dass die Betrugsfälle auch Auswirkungen auf die politische Landschaft in der Schweiz haben. Es ist wichtig, dass die Unterschriftensammlung für politische Initiativen transparent und rechtlich einwandfrei erfolgt, um die Demokratie zu schützen.





