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Bayer in der Krise: 150 Stellen in Basel abgebaut

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer hat weltweit mit Stellenabbau begonnen, darunter auch in Basel, wo rund 150 der 1000 Vollzeitstellen gestrichen werden. Dies bestätigte eine Unternehmenssprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Der Bereich Consumer Health, der seinen Hauptsitz in Basel hat, ist primär von den Kürzungen betroffen. Der Abbau soll bis 2025 abgeschlossen sein, und es gibt einen Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter.

Bayer befindet sich in einer Krise und hat seit Anfang des Jahres weltweit mehr als 3000 Stellen gestrichen. Insgesamt arbeiteten Ende Juni noch knapp 96’600 Mitarbeiter für das Unternehmen. Das Sparprogramm zielt darauf ab, ab 2026 jährlich zwei Milliarden Euro einzusparen, wobei bereits im laufenden Jahr 500 Millionen eingespart werden sollen. Konzernchef Bill Anderson äußerte sich bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen Anfang August optimistisch über die Fortschritte des Unternehmens in Richtung dieser Ziele.

Die Maßnahmen von Bayer sind Teil einer breiteren Strategie, die darauf abzielt, die Effizienz des Unternehmens zu steigern und Kosten zu reduzieren. Die Schwierigkeiten des Konzerns sind teilweise auf rechtliche Probleme zurückzuführen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichtungsmittel Roundup und damit verbundenen Rechtsstreitigkeiten. Diese haben zu hohen finanziellen Belastungen geführt und das Image des Unternehmens geschädigt.

Der Stellenabbau bei Bayer zeigt, wie stark sich die Pharmabranche verändern muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Neben dem Wettbewerb und regulatorischen Anforderungen spielen auch gesellschaftliche Erwartungen und ethische Standards eine immer wichtigere Rolle für Unternehmen in dieser Branche. Bayer muss sich diesen Herausforderungen stellen und seine Strategien anpassen, um langfristig erfolgreich zu sein.

Für die betroffenen Mitarbeiter in Basel und weltweit bedeutet der Stellenabbau bei Bayer Unsicherheit und möglicherweise auch persönliche Schwierigkeiten. Es ist wichtig, dass das Unternehmen in dieser Zeit des Wandels angemessene Unterstützung und Alternativen für die betroffenen Mitarbeiter bietet. Der Sozialplan und andere Maßnahmen sollten sicherstellen, dass die Auswirkungen des Stellenabbaus für die Arbeitnehmer so gering wie möglich gehalten werden und sie bei der beruflichen Neuorientierung unterstützt werden.

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