Asylunterkunft im ehemaligen Berner Spital Tiefenau wird eröffnet
Am kommenden Montag wird der erste Teil der größten Kollektivunterkunft des Kantons Bern im ehemaligen Spital Tiefenau eröffnet. Kanton und Stadt Bern sowie die Heilsarmee haben das umgebaute Gebäude vorgestellt. Bis zu 200 Personen sollen zunächst in der Unterkunft leben, am Ende sollen insgesamt 820 Betten zur Verfügung stehen.
In den flexibel einsetzbaren Modulen werden Personen mit Flüchtlings- und Schutzstatus unterkommen. Die bisherigen unterirdischen Unterkünfte des Kantons werden per Ende Oktober geschlossen. Die Umbaukosten belaufen sich auf etwa zwei Millionen Franken, weitere Investitionen in Infrastruktur und Ausstattung folgen.
Im Erdgeschoss der Unterkunft wurden vier Schulzimmer für Empfangsklassen eingerichtet. Es ist wichtig, dass die Bewohner möglichst schnell Deutschkenntnisse erwerben. Der städtische Asylsozialdienst führt die Unterkunft im Auftrag des Kantons, die Heilsarmee ist für den operativen Betrieb verantwortlich. Der Mietvertrag läuft über zehn Jahre.
Die Schaffung der Kollektivunterkunft bietet Platz für Flüchtlinge, vorläufig Aufgenommene und Geflüchtete aus der Ukraine. Die letzten umgenutzten Zivilschutzanlagen in Burgdorf und Tramelan werden an die Gemeinden zurückgegeben. Die Stadt und der Kanton Bern setzen sich für Bildung und Integration der Bewohner ein.
Die ausreichende Bereitstellung von Unterkünften sowie Bildungs- und Integrationsmöglichkeiten ist entscheidend für eine gelungene Integration von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen. Durch die Zusammenarbeit von Kanton, Stadt Bern und der Heilsarmee wird eine langfristige Betreuung und Unterstützung gewährleistet. Die Investition in die Kollektivunterkunft und Bildung ist ein wichtiger Schritt zur Bewältigung der aktuellen Situation.




