Fehlbetrag trotz Rekordsteuern: Aargauer Parteien streiten sich

Das Kantonsbudget des Aargaus für das Jahr 2025 sorgt für politische Diskussionen, da ein Defizit von 118 Millionen Franken prognostiziert wird. Die linken Parteien fordern mehr Geld für Kantonsangestellte, während FDP und SVP die steigenden Personalkosten kritisieren. Die FDP sieht die finanzielle Entwicklung des Kantons positiv, bemängelt jedoch das geplante Ausgaben- und Stellenwachstum. Die SVP wiederum sieht das Defizit trotz hoher Steuereinnahmen und guter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen skeptisch, vor allem aufgrund des Bevölkerungswachstums und der Zuwanderung.
Die Mitte zeigt sich erfreut über die verbesserte finanzielle Situation des Kantons und unterstützt die Idee eines Steuerrabatts bei guten Finanzabschlüssen. Die GLP warnt vor zu grosszügigen Steuergeschenken und betont die Bedeutung von Investitionen in den Klimaschutz und Bildung. Die SP fordert ebenfalls verstärkte Massnahmen gegen den Klimawandel und warnt vor Steuergeschenken, die hauptsächlich den reichsten Teilen der Bevölkerung zugutekommen. Die EVP äussert sich zurückhaltend optimistisch und fordert eine Behebung von Missständen, bevor weitere Steuersenkungen in Betracht gezogen werden.
Die Grünen warnen vor Lohnerhöhungen für Kantonsangestellte, da dies die Wettbewerbsfähigkeit mit der Privatwirtschaft und anderen Kantonen beeinträchtigen könnte. Zudem monieren sie, dass der Aargau zu wenig in Bildung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf investiert. Trotz unterschiedlicher Standpunkte sind sich die Parteien einig, dass das Kantonsbudget 2025 wichtige Entscheidungen und Anpassungen erfordert, um die finanzielle Stabilität des Aargaus langfristig zu gewährleisten.





