Emotionale Online-Werbung für Familienunternehmen kann ein Hindernis sein
Wer online in China-Shops bestellt, muss sich auf minderwertige Ware und komplizierte Rückgabeprozesse einstellen. Manchmal ist es jedoch schwierig zu erkennen, von wem man bestellt. Die Verbraucherzentrale warnt vor emotional aufgeladener Werbung in sozialen Medien, die oft ein raffiniertes Täuschungsmanöver dahinter vermuten lässt.
Ein Beispiel ist der Notverkauf des Familienbetriebs Schneider aus Düsseldorf, der nach 35 Jahren hartem Einsatz vor dem Aus steht. Die Verbraucherschützer warnen vor frei erfundenen persönlichen Geschichten in Anzeigen, die Vertrauen schaffen sollen, um zu unüberlegten Käufen zu verleiten. Oft wird ein Bild von hoher Qualität und deutscher Herkunft vermittelt, obwohl die Produkte minderwertig sind.
Die Verwendung von .de-Domains in den Onlineshops soll den Eindruck erwecken, es handle sich um deutsche Unternehmen. Tatsächlich ist der tatsächliche Sitz oft unklar, was Probleme bei Rücksendungen und Kontaktaufnahme mit dem Anbieter verursacht. Rücksendungen sind oft auf Kosten der Käufer und müssen nach China geschickt werden.
Um nicht Opfer solcher betrügerischen Shops zu werden, raten die Verbraucherschützer dazu, emotional aufgeladene Werbung zu meiden und immer genau zu überprüfen, bei wem und wo man bestellt. Auch sollte man Shops mit deutschen Namen und .de-Domains genauer unter die Lupe nehmen und die AGBs überprüfen. Bei unklaren Rückgabebedingungen oder fehlenden Kontaktdaten sollte man lieber nicht bestellen.
Die Verbraucherzentrale Hamburg führt eine Online-Warnliste von problematischen Onlineshops mit Sitz in Asien, die von Kundinnen und Kunden gemeldet wurden. Es ist wichtig, sich vor solchen betrügerischen Shops zu schützen, um minderwertige Produkte und teure Rücksendungen zu vermeiden. Daher ist es ratsam, die Tipps der Verbraucherschützer zu befolgen und wachsam beim Online-Shopping zu sein.