Ausland

Mehrheit befürwortet Fahrprüfungen für ältere Fahrer

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen befürwortet verpflichtende Feedback-Fahrten für ältere Autofahrer ab dem Alter von 75 Jahren, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbandes zeigt. 85 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Senioren Fahrtests absolvieren sollten, um ihre Fahrkompetenz zu überprüfen. Vor allem aufgrund des demografischen Wandels und des steigenden Unfallrisikos bei älteren Autofahrern wird eine Überprüfung der Fahrtauglichkeit gefordert.

Dem Geschäftsführer des TÜV-Verbandes zufolge steigt mit dem Alter das Unfallrisiko aufgrund körperlicher Einschränkungen wie einer schwächeren Sehkraft oder längeren Reaktionszeiten. Laut TÜV-Angaben sind Senioren ab 75 Jahren in drei von vier Unfällen die Hauptverursacher. Daher plädieren 76 Prozent der Befragten dafür, dass ältere Fahrer regelmäßig ihre Fahrkompetenz überprüfen lassen sollten.

Obwohl 88 Prozent der Befragten selbst über ihre Mobilität entscheiden möchten, ist ihnen bewusst, dass das Autofahren eine wichtige Voraussetzung für die Teilnahme am sozialen Leben darstellt. Die Fahrerlaubnis für Autos und Motorräder in Deutschland gilt lebenslang, jedoch sind Ausnahmen für Lkw-Fahrer vorgesehen. Der TÜV-Verband setzt sich deshalb für verpflichtende Feedback-Fahrten ein, um Autofahrern Rückmeldung zu ihren Fähigkeiten zu geben und Verbesserungsvorschläge zu machen.

Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, dass ältere Menschen öfter als jüngere Fahrer ihren Führerschein erneuern und medizinische Tests vorlegen müssen. Das Europäische Parlament hat diesen Vorschlag jedoch abgelehnt und es den Mitgliedsstaaten überlassen, ob sie verpflichtende regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen für Autofahrer einführen möchten. Es bleibt jedoch weiterhin eine Diskussion darüber, wie die Verkehrssicherheit älterer Autofahrer gewährleistet werden kann.

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