Sulzer holt Mitarbeiter zurück ins Büro
Der Schweizer Konzern Sulzer überraschte seine Mitarbeitenden kürzlich mit der Ankündigung, dass das Home-Office ab sofort nicht mehr erlaubt ist. Diese Entscheidung der Unternehmensleitung, angeführt von CEO Suzanne Thoma, stieß auf Unruhe und Verwirrung unter den Angestellten. Zuvor war es den Mitarbeitenden möglich gewesen, zwei Tage pro Woche von zu Hause aus zu arbeiten. Die plötzliche Abschaffung dieser Flexibilität stellt für viele eine große Herausforderung dar, insbesondere für diejenigen, die ihr Familienleben durch das Home-Office besser organisieren konnten.
Die Kommunikation des Unternehmens sorgte zudem für Verwirrung, sowohl bei den Mitarbeitenden als auch bei den Führungskräften. Besonders brisant ist die Tatsache, dass einige Führungskräfte, die das neue Präsenzmodell umsetzen müssen, selbst weiterhin im Home-Office arbeiten. Dieser Widerspruch hat zusätzliche Unzufriedenheit ausgelöst. Sulzer begründet den Schritt mit der Förderung der Zusammenarbeit und des Teamgeistes durch physische Anwesenheit im Büro, um das Unternehmenswachstum zu unterstützen.
Es bleibt jedoch unklar, warum diese Entscheidung so plötzlich und ohne Vorwarnung erfolgte, insbesondere da in internationalen Niederlassungen weniger strenge Regelungen gelten sollen. Die Sulzer-Sprecherin Marlène Betschart betont, dass Ausnahmen vom Verbot des Home-Office weiterhin möglich seien, jedoch müsse dies im Einzelfall mit den Vorgesetzten abgestimmt werden. Trotz dieser Ausnahmemöglichkeiten war die plötzliche Änderung für viele Mitarbeitende ein harter Einschnitt, der zu Spannungen innerhalb des Unternehmens führte.
Die Abschaffung des Home-Office bei Sulzer hat sowohl bei langjährigen Mitarbeitenden als auch bei neuen Angestellten für Unmut gesorgt, da insbesondere letztere möglicherweise mit der Aussicht auf flexiblere Arbeitsmodelle angeworben wurden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neue Regelung langfristig auf das Arbeitsklima und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden auswirken wird. Trotz der Begründung des Unternehmens, die physische Anwesenheit im Büro fördere die Zusammenarbeit und den Teamgeist, wird die plötzliche Abschaffung des Home-Office weiterhin kontrovers diskutiert.