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Putzfirma betrügt Kunden mit „mehr Dreck“

Eine Putzfirma namens „Putzfreunde“ verlangt am Putztag plötzlich einen Aufschlag von ihren Kunden und setzt sie unter Druck. Die Begründung dafür ist, dass die Wohnung schmutziger sei als angegeben. Mehrere Kunden berichten jedoch, dass sie diesen Aufschlag bezahlt haben, die Wohnung jedoch dennoch nicht sauber gereinigt wurde. Dies wirft die Frage auf, ob die Reinigungsfirma ihre Kunden abzockt und deren Zeitdruck ausnutzt. Der Bericht des SRF-Konsumentenmagazins „Espresso“ zeigt, dass diese Praktiken keine Einzelfälle sind.

Ein Beispiel ist Jaspar und sein WG-Kollege, die „Putzfreunde“ beauftragten, ihre Wohnung vor dem Umzug zu reinigen. Obwohl sie online den Verschmutzungsgrad angegeben haben, wurde plötzlich vor Ort ein Aufpreis von 1000 Franken verlangt. Die Reinigungskräfte drängten sie, den Betrag innerhalb von 15 Minuten per Twint zu bezahlen, andernfalls würde die Reinigung nicht am selben Tag erfolgen. Trotz des bezahlten Aufpreises wurde die Wohnung nicht ausreichend gereinigt, sodass sie schließlich eine externe Firma beauftragen mussten und zusätzliche Kosten anfielen.

Auch Michèle hatte ähnliche Erfahrungen mit „Putzfreunde“. Trotz der Bezahlung des Aufpreises wurde ihre Wohnung nicht vollständig gereinigt, weshalb sie einige Bereiche selbst nachbearbeiten musste. Diese Vorgehensweise ist jedoch laut Allpura, dem Verband der Reinigungsunternehmen, nicht üblich. Normalerweise wird die zu reinigende Wohnung vorab begutachtet und auf dieser Basis ein Angebot erstellt, das dann eingehalten wird. Nachträgliche Zusatzkosten sollen nicht üblich sein.

„Putzfreunde“ weist die Vorwürfe jedoch zurück und betont, dass die Kosten immer vorab mit den Kunden kommuniziert und vertraglich festgehalten werden. Nachzahlungen entstehen nur, wenn Zusatzleistungen erkannt und angefordert werden. Trotzdem häufen sich die negativen Bewertungen auf Plattformen wie Google Maps und Facebook, was darauf hindeutet, dass viele weitere Kunden von dieser fragwürdigen Geschäftspraxis betroffen sind. Es bleibt zu hoffen, dass die betroffenen Kunden sich wehren und ihr Recht auf eine ordnungsgemäße und transparente Dienstleistung einfordern.

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