Ein Toter und mehrere Verletzte bei Stierkampf in Spanien
Bei einem traditionellen Stiertreiben in Spanien ereignete sich kürzlich eine tödliche Tragödie, als ein Kampfbulle einen Zuschauer tötete und vier weitere verletzte. Das Unglück ereignete sich während des Stadtfests in Pantoja, etwa 50 Kilometer südlich von Madrid, als ein Stier die Absperrungen durchbrach und mehrere Zuschauer angriff. Ein 80-jähriger Mann erlag seinen Verletzungen, während unter den Verletzten auch ein etwa vier Jahre altes Mädchen war, das jedoch nicht in Lebensgefahr schwebt. Die Polizei musste das Tier letztendlich erschießen, und die Behörden leiteten Ermittlungen ein.
Solche Unfälle sind bei den Stierläufen in Spanien, die seit vielen Jahrhunderten zu den Volksfesten gehören, leider nicht ungewöhnlich. Normalerweise sind jedoch hauptsächlich die Läufer betroffen, die die Stiere für die Corridas in die Arena treiben. Die berühmteste Stierhatz findet jedes Jahr beim Sanfermín-Fest in Pamplona statt, bei der die Läufer versuchen, den Kampfbullen so nahe wie möglich zu kommen, ohne von ihnen erwischt zu werden. Tierschützer kritisieren diese Veranstaltungen oft als Tierquälerei, aber sie werden in den meisten Regionen Spaniens immer noch abgehalten.
Obwohl die Kritik an diesen traditionellen Spektakeln zunimmt, stehen sie in vielen Regionen Spaniens immer noch hoch im Kurs. Viele Städte profitieren wirtschaftlich von diesen Veranstaltungen, da sie zahlreiche Besucher anlocken. Zum Beispiel zieht das Stiertreiben in Pamplona jedes Jahr mehr als eine Million Schaulustige an, die sich das wilde Spektakel und die begleitenden Events anschauen. Trotz der anhaltenden Kritik und zunehmenden Protesten sind traditionelle Stierläufe weiterhin eine feste Tradition in Spanien.
Es bleibt abzuwarten, ob solche Vorfälle zu einem Umdenken in Bezug auf die Durchführung von Stierläufen führen werden. Die Tierschützer fordern seit Langem ein Verbot dieser brutalen Tradition, die für die Tiere oft mit enormem Stress und Leiden verbunden ist. Die Sicherheitsvorkehrungen für die Zuschauer sollten ebenfalls überprüft und verbessert werden, um solche Tragödien in Zukunft zu verhindern. Es ist an der Zeit, die Ethik und den Tierschutz über archaische Traditionen zu stellen und die Menschen und Tiere gleichermaßen zu schützen.