Der Streit zwischen Wagenknecht und Zentralratschef Schuster spitzt sich zu
Ein hitziger Disput zwischen der BSW-Chefin Sahra Wagenknecht und Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, entzündet sich rund um den Gazakrieg. Schuster warf Wagenknecht und der BSW vor, mit ihrer Haltung zum Israel-Palästina-Konflikt den Hass auf Israel in Deutschland zu fördern, was Wagenknecht vehement zurückwies. Sie kritisierte nicht nur Schusters Äußerungen, sondern auch den Mangel an Kritik des Zentralrats an der israelischen Regierung und ihre „barbarische Kriegsführung“ im Gazastreifen. Wagenknecht verurteilte das Handeln Israels in der Region und betonte gleichzeitig, dass sie das Existenzrecht Israels verteidigen werde.
Ein Schlüsselereignis in den aktuellen Konflikten war die Tötung von Ismail Haniyyeh, dem Chef der Hamas, in Teheran. Es wird vermutet, dass israelische Kommandos hinter dem Mord stecken könnten, obwohl Israel dies nie zugegeben hat. Wagenknecht äußerte sich besorgt über die Folgen des Mordanschlags und warnte davor, dass die Region einem großen Krieg näherkommt. Trotz ihrer Kritik am israelischen Handeln betonte sie, dass sie das Existenzrecht Israels anerkennt, doch der Feldzug gegen den Gazastreifen sei ihrer Meinung nach keine Selbstverteidigung mehr, da unzählige Menschen, darunter viele Kinder, getötet wurden.
Die Eskalation des Konflikts begann mit einer Invasion der Hamas im Jahr 2023, bei der viele Menschen getötet und israelische Bürger als Geiseln genommen wurden. Seitdem hat Israel den Gazastreifen bekämpft, was zu zahlreichen zivilen Opfern geführt hat. Schuster kritisierte Wagenknecht dafür, dass sie nicht anerkenne, dass Israel sich gegen eine Terrororganisation verteidige, und bezeichnete ihre Aussagen als unangemessen. Wagenknecht, die eine lange politische Karriere in der deutschen Politik hinter sich hat, hat sich zusammen mit Amira Mohamed Ali an die Spitze der neuen Partei „Bündnis Sahra Wagenknecht“ gestellt und setzt sich weiterhin für soziale Gerechtigkeit ein.