WER fordert mehr Engagement: Gesundheit in Gefahr
Gesundheitsminister und WHO-Generaldirektor haben in einem gemeinsamen Gastbeitrag dazu aufgerufen, verstärkte Anstrengungen für die globale Gesundheit zu unternehmen. Sie warnen, dass trotz Fortschritten in der Wissenschaft die Gesundheit weltweit gefährdet sei, auch in hoch entwickelten Ländern. Es wird mehr internationale Zusammenarbeit gefordert, um die Schwächsten zu unterstützen und somit alle zu schützen. Jedes Kind, das nicht geimpft wird, jedes Dorf ohne Gesundheitspersonal und jeder Krankheitsausbruch stelle das Engagement für gesundheitliche Chancengleichheit auf die Probe.
Die Gesundheitsexperten fordern zudem mehr Geld für die Weltgesundheitsorganisation (WHO), um sie flexibler, zuverlässiger und effizienter zu machen. Die Regelbeiträge der Mitgliedstaaten reichen in Krisenzeiten nicht aus, daher sollen sich Staaten zusätzlichen Zahlungen verpflichten. Es wird betont, dass jeder investierte Dollar in die WHO eine Rendite von 35 US-Dollar bringt und dazu beitragen kann, 40 Millionen Leben in den nächsten vier Jahren zu retten. Am Montag soll im Rahmen des World Health Summit in Berlin eine WHO-Investitionsrunde stattfinden, bei der weitere finanzielle Zusagen gemacht werden können.
Der World Health Summit, ein internationales strategisches Forum für globale Gesundheit, startet in Berlin. Der Gastbeitrag wurde anlässlich dieser Konferenz veröffentlicht und beteiligte Gesundheitsministerinnen und -minister aus Frankreich, Deutschland, Norwegen und Mauretanien. Neben dem „Tagesspiegel“ wurde der Beitrag auch in anderen internationalen Zeitungen veröffentlicht, darunter „El País“ aus Spanien, „Le Monde“ aus Frankreich und dem saudiarabischen Magazin „Al Majalla“. Die Teilnehmer des Summit setzen sich für eine bessere Finanzierung der WHO ein, um die Gesundheitschancen weltweit zu verbessern und Bedrohungen für die globale Gesundheit zu bekämpfen.