Rösti will mit «Roadmap 2030» mehr E-Mobilität – und mehr Atomkraftwerke?
Das Programm „Roadmap Elektromobilität“ wird bis 2030 verlängert, um die Elektromobilität weiter zu fördern. Bundesrat Albert Rösti möchte das Programm ausweiten, um auch E-Lastwagen und E-Busse einzubeziehen. Die Herausforderungen bei Elektro-Lastwagen sind ähnlich wie bei Elektroautos, wie der Preis und die Ladeinfrastruktur. Rösti stellt fest, dass mit einer höheren Anzahl von Elektroautos und -Lastwagen auch der Strombedarf steigen wird, was Fragen zur Stromproduktion und -infrastruktur aufwirft.
Es wird diskutiert, ob eine verstärkte Elektromobilität den Bau neuer Atomkraftwerke fördern könnte. Rösti betont jedoch, dass der Ausbau erneuerbarer Energien wie Wasserkraft, Windkraft und Solarenergie bevorzugt werden sollte. Er weist darauf hin, dass die Umstellung auf Elektromobilität eine erhebliche zusätzliche Stromproduktion erfordern wird und die Schweiz möglicherweise offen für den Bau neuer Atomkraftwerke sein muss, wenn alternative Technologien nicht ausreichen.
Der Bundesrat bezeichnet Elektroautos als noch zu teuer, um in größerem Maßstab verbreitet zu werden. Es gibt bestimmte Hindernisse wie hohe Strompreise, Diskussionen über Stromknappheit und unzureichende Ladeinfrastruktur in Wohngebäuden. Obwohl sich bereits viele Auto-Fans für Elektroautos entschieden haben, sind die Preise immer noch ein Faktor, der die breite Akzeptanz behindert.
Die Verlängerung der „Roadmap Elektromobilität“ bis 2030 soll einen stabilen Rahmen für die Elektromobilitätsbranche schaffen. Obwohl das Ziel war, bis 2025 einen Anteil von 50 Prozent Elektrofahrzeugen bei den Neuzulassungen zu erreichen, liegt der aktuelle Anteil bei 27 Prozent und ist somit weit hinter dem Ziel zurückgeblieben. Rösti betont die Bedeutung eines stabilen Rahmens für die Industrie, um den Übergang zur Elektromobilität zu unterstützen und die aktuellen Herausforderungen zu überwinden.
Die Diskussion um Elektromobilität und den Ausbau erneuerbarer Energien ist ein wichtiges Thema für die Schweiz. Die Verlängerung der „Roadmap Elektromobilität“ bis 2030 wird dazu beitragen, die Elektromobilität weiter zu fördern und die Industrie zu unterstützen. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie die Schweiz mit den Herausforderungen im Zusammenhang mit der Elektromobilität und der Stromproduktion umgeht, und ob der Bau neuer Atomkraftwerke in Betracht gezogen werden muss.





