Ausland

Schwermetalle in Tampons: „Öko-Test“ gibt Entwarnung

Eine kürzlich durchgeführte US-Studie zu Schwermetallen in Tampons löste Besorgnis aus, als festgestellt wurde, dass giftige Schwermetalle wie Arsen, Blei und Quecksilber in den untersuchten Proben gefunden wurden. Die Zeitschrift «Öko-Test» hat jedoch nach Laboruntersuchungen hiesiger Tampon-Marken Entwarnung gegeben. Die in der US-Studie gemessenen Schwermetallgehalte liegen unterhalb der EU-Grenzwerte, und die Tester von «Öko-Test» stuften die Schwermetallbelastung in deutschen Tampons als gering ein.

Nach einer umfangreichen Laboruntersuchung von 23 in Deutschland erhältlichen Tampons konnte «Öko-Test» feststellen, dass bis auf Quecksilber und Selen alle untersuchten Elemente in den Produkten nachgewiesen werden konnten. Die Schwermetallbelastung wurde insgesamt als gering eingestuft. Die Zeitschrift gibt Entwarnung bezüglich der Gesundheitsrisiken durch Schwermetalle in Tampons, wobei die gemessenen Werte niedriger waren als in der US-Studie. Zudem machen die Tester Beispielrechnungen, um die Werte einzuordnen, und betonen, dass sich Schwermetalle nicht aus den Tampons heraus lösen.

Es wird vermutet, dass Schwermetalle wie Arsen, Blei oder Quecksilber auf natürliche Weise in die Tampons gelangen, da sie natürlicherweise im Boden vorkommen und von Pflanzen wie Baumwolle aufgenommen werden können. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann zu Tampons aus Bio-Baumwolle greifen, da sie laut «Öko-Test» seltener und geringer mit Schwermetallen belastet sind. Zusätzlich untersuchen die Tester, wie Metalle über die Vaginalschleimhaut aufgenommen werden und betonen, dass weitere Forschung dazu notwendig ist, um genauere Erkenntnisse zu erhalten.

Die Tester von «Öko-Test» machen ebenfalls darauf aufmerksam, dass eine Person mit einem Körpergewicht von 60 kg mehr als 180 Tampons täglich verwenden müsste, um die tolerierte Aufnahmemenge von Antimon aus Tampons zu erreichen. Die Schwermetallbelastung wird insgesamt als gering eingestuft, und die Zeitschrift betont, dass die gemessenen Werte keinen Grund zur Sorge bieten. Es wird empfohlen, weiterführende Forschung durchzuführen, um zu verstehen, wie Schwermetalle in Tampons gelangen und welche Risiken dies für die Gesundheit darstellen kann.

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