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UBS: Risiko von Immobilienblasen in Frankfurt und München nimmt ab

Der Wohnungsmarkt in den Metropolen Frankfurt und München hat sich in den letzten Jahren normalisiert, nachdem er zuvor heiß gelaufen war. Die Schweizer Bank UBS sieht ein geringeres Risiko einer Immobilienblase in den Städten, da die Preise gesunken sind. Die Wohnungsmärkte waren 2022 noch überbewertet, aber jetzt ergeben sich Chancen für Käufer, obwohl das Preisniveau immer noch hoch ist. Laut der UBS besteht ein akutes Risiko für eine Immobilienblase in Miami, Tokio und Zürich, während Frankfurt und München im moderaten Bereich liegen.

Die UBS analysiert seit Jahren die Wohnimmobilienpreise in 25 Metropolen weltweit und bewertet diese mit ihrem „Global Real Estate Bubble Index“. Frankfurt und München waren 2022 unter den Metropolen mit dem größten Risiko für eine Immobilienblase. Seitdem sind die Kaufpreise in beiden Städten aufgrund gestiegener Kreditzinsen deutlich gesunken. Dies hat die Attraktivität von Wohnimmobilien für Anleger und potenzielle Eigenheimbesitzer erhöht, obwohl die Immobilienpreise trotz der Korrektur nicht billig sind.

Die Immobilienmärkte in Frankfurt und München kühlen sich ab, aber die UBS erwartet, dass die Preise bald wieder steigen werden. Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank und der Mangel an Wohnraum unterstützen den Immobilienmarkt. In München zieht die Nachfrage aufgrund des Bevölkerungswachstums bereits wieder stärker an, während in Frankfurt die Bevölkerungszahl kaum zunimmt. Ein neuer Immobilienboom ist jedoch unwahrscheinlich, auch aufgrund der schwachen Wirtschaft in Deutschland.

Die Studie der UBS vergleicht Kaufpreise und Mieten mit der Entwicklung der Einkommen und der Wirtschaftsleistung, um mögliche Abweichungen zu identifizieren. Auch die Verschuldung der Haushalte und die Entwicklung im Bauwesen werden berücksichtigt, da Überbewertungen hier oft ein Alarmsignal für Immobilienblasen waren. Trotz der Erwartung von Preisanstiegen in München und Frankfurt prognostiziert die UBS keinen neuen Immobilienboom aufgrund der ökonomischen Situation in Deutschland.

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