Jubiläumsschwingfest: Berner Festspiele in Appenzell
Fabio Hiltbrunner und Fabian Staudenmann haben beim Jubiläumsschwingfest 125 Jahre Eidgenössischer Schwingerverband für einen Co-Sieg der Berner gesorgt. Die beiden Athleten setzten sich erfolgreich gegen starke Konkurrenten durch und feierten gemeinsam den Sieg. Fabian Staudenmann konnte im Schlussgang Armon Orlik besiegen und sich damit zum zweiten Mal an einem Fest mit eidgenössischem Charakter durchsetzen. Der junge Fabio Hiltbrunner überraschte alle, indem er Schwingerkönig Joel Wicki besiegte und somit ebenfalls als Co-Festsieger feststand.
Fabian Staudenmann galt bereits vor dem Jubiläumsschwingfest als Favorit, nachdem er bereits beeindruckende Leistungen gezeigt hatte. Obwohl er im Anschwingen mit Werner Schlegel zu kämpfen hatte, konnte er sich im Verlauf des Turniers steigern und letztendlich im entscheidenden Schlussgang gegen Armon Orlik triumphieren. Staudenmann beschrieb den Sieg als unbeschreiblich schön und genoss den Moment nach einer langen Saison. Der Druck fiel ab und er konnte den Sieg feiern. Es war sein erster Sieg im vierten Duell mit dem Bündner Orlik, gegen den er zuvor Schwierigkeiten hatte.
Auch der junge Fabio Hiltbrunner sorgte für eine Sensation, als er Schwingerkönig Joel Wicki besiegte und somit als Co-Festsieger feststand. Der erst 19-jährige Emmentaler nutzte die Gunst der Stunde und feierte den gröẞten Erfolg seiner bisherigen Karriere. Nach seinem Sieg konnte er seine Freude kaum in Worte fassen und war sichtlich gerührt. Hiltbrunner konnte sich bis auf eine Niederlage im dritten Gang gegen Samuel Giger durchwegs behaupten und die Maximalnote erzielen. Sein Erfolg kam überraschend, da er nicht zu den top Favoriten zählte.
Die anderen Favoriten wie Schwingerkönig Joel Wicki, Samuel Giger und Werner Schlegel konnten im Verlauf des Jubiläumsschwingfests nicht ihr volles Potenzial abrufen. Adrian Walther verpasste eine mögliche Schlussgangteilnahme durch ein Gestelltes im fünften Gang gegen Giger. Dass am Ende ein Schwinger aus dem eigenen bernischen Verband den Sieg streitig machte, war zwar nicht überraschend, jedoch war es in diesem Fall Fabio Hiltbrunner, der aus dem Windschatten der Favoriten hervortrat.
Insgesamt war das Jubiläumsschwingfest 125 Jahre Eidgenössischer Schwingerverband ein spannendes und emotionales Ereignis, das zahlreiche Überraschungen bot. Fabian Staudenmann und Fabio Hiltbrunner konnten sich als Co-Sieger feiern lassen und zeigten eindrucksvoll ihr Können im Sägemehlring. Ihr Erfolg wird sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben und sie werden als Siege gefeiert. Die Schwingfans dürfen gespannt sein, was die nächsten Turniere bringen werden und welche Athleten sich dort durchsetzen werden.