Die Schweizerische Nationalbank kauft Devisen im Wert von 0,1 Milliarden Franken im zweiten Quartal.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im zweiten Quartal 2024 erneut Devisen im Wert von 103 Millionen Franken erworben. Dies geht aus einer kürzlich veröffentlichten Statistik der SNB hervor. Im Vergleich zum Vorquartal, in dem 281 Millionen Devisen gekauft wurden, hat die SNB ihre Devisenkäufe reduziert. Dies erfolgte nach einer Phase, in der die SNB als Verkäuferin aufgetreten war, um den Franken zu stärken und die importierte Inflation niedrig zu halten.
Die Nationalbank hatte im Schlussquartal 2023 Devisen im Wert von 22,7 Milliarden Franken verkauft, und im gesamten Jahr 2023 beliefen sich die Devisenverkäufe auf fast 133 Milliarden Franken. Vor Mitte 2022 hatte die SNB jedoch große Mengen an Devisen erworben, um eine zu starke Aufwertung des Schweizer Frankens zu verhindern. Im Jahr 2020 wurden beispielsweise Devisen für knapp 110 Milliarden Franken gekauft.
Devisenkäufe und -verkäufe sind neben der Zinspolitik das wichtigste Instrument der SNB für ihre Geldpolitik. Die SNB hat kürzlich eine Zinssenkung um 25 Basispunkte auf 1,00 Prozent beschlossen und könnte in den nächsten Quartalen weitere Zinssenkungen vornehmen. Gleichzeitig ist die SNB jedoch bereit, bei Bedarf weiterhin am Devisenmarkt aktiv zu sein.
Die Zentralbank wird weiterhin ihre Geldpolitik überwachen und Anpassungen vornehmen, um die wirtschaftlichen Bedingungen in der Schweiz zu unterstützen. Die SNB hat in der Vergangenheit erfolgreich Devisenkäufe und -verkäufe eingesetzt, um den Franken zu steuern und die Preisstabilität zu gewährleisten.
Die Entscheidungen der SNB in Bezug auf Devisenkäufe und -verkäufe haben direkten Einfluss auf die Wechselkurse und die Stabilität des Schweizer Franken. Die Nationalbank arbeitet hart daran, die Währung angemessen zu bewerten und gleichzeitig die Exportwirtschaft und die Preisniveaustabilität zu unterstützen.
Insgesamt zeigt die aktuelle Entwicklung, dass die Schweizerische Nationalbank weiterhin aktiv ist und bereit ist, bei Bedarf Maßnahmen zu ergreifen, um die wirtschaftliche Stabilität in der Schweiz zu gewährleisten. Mit einer Kombination aus Zinspolitik und Deviseninterventionen wird die SNB weiterhin ihre Geldpolitik steuern, um die Herausforderungen der aktuellen wirtschaftlichen Situation zu bewältigen.