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Rückgang des Umsatzes in der Autoindustrie im ersten Halbjahr

Die deutsche Autoindustrie leidet unter einer Nachfrageschwäche, drohendem Jobabbau und gesenkten Prognosen. Dies zeigt sich auch in den aktuellen Zahlen, die einen Rückgang der Umsätze im ersten Halbjahr verzeichnen. Laut dem Statistischen Bundesamt sanken die Erlöse des wichtigen Industriezweigs um 4,7 Prozent auf 269,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist ein deutlicher Rückgang, da im Vorjahreszeitraum ein Rekordumsatz von 282,6 Milliarden Euro verbucht wurde.

Die Automobilbranche bleibt trotzdem mit einem Anteil von 25,2 Prozent am gesamten Industrieumsatz die umsatzstärkste Branche. Der Rückgang der Erlöse betrifft dabei alle Bereiche, angefangen bei Karosserien und Aufbauten bis hin zu Teilen und Zubehör für Kraftfahrzeuge. Auch die Herstellung von Kraftwagen und Motoren verzeichnete einen Rückgang von 4,3 Prozent.

Das Auslandsgeschäft macht einen Großteil der Umsätze der Branche aus, wobei im ersten Halbjahr 2024 rund 189 Milliarden Euro oder 70 Prozent der Erlöse aus dem Ausland stammen. Der Rückgang bei den Auslandsumsätzen beträgt 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotzdem wurden rund 1,7 Millionen Neuwagen im Wert von 68,4 Milliarden Euro exportiert, was nur einem leichten Rückgang von 0,3 Prozent entspricht.

Die Inlandsumsätze der Autoindustrie verringerten sich von 84,5 Milliarden Euro auf 80,5 Milliarden Euro im ersten Halbjahr dieses Jahres. Dies zeigt, dass auch der Inlandsmarkt von der aktuellen Marktsituation betroffen ist. Dies spiegelt sich auch in den Beschäftigtenzahlen wider, die um 0,8 Prozent auf rund 773.000 Mitarbeiter gesunken sind. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 hatten die Autohersteller zu diesem Zeitpunkt noch rund 834.000 Beschäftigte, was einen weiteren Rückgang zeigt.

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