Deutsche Wirtschaftsexperten prognostizieren unterdurchschnittliches BIP für 2024
Die Bundesökonomen haben ihre Prognose für die Konjunktur in der Schweiz unverändert gelassen, erwarten jedoch eine verhaltene Entwicklung. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird voraussichtlich im Jahr 2024 um 1,2 Prozent wachsen, während für 2025 ein Wachstum von 1,6 Prozent prognostiziert wird. Dies zeigt eine Verlangsamung im Vergleich zur vorherigen Schätzung. Die Experten des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) haben Riesensportanlässe wie die Fussball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele aus ihren BIP-Prognosen ausgeschlossen, um eine realistischere Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung zu erhalten.
Die verhaltene Entwicklung der Exportwirtschaft wird vor allem durch die Situation im europäischen Ausland und die Aufwertung des Schweizer Frankens beeinflusst. Die Exporte verloren seit April an Schwung, während die Konsumausgaben das Wachstum im Inland stützen sollen. Die Inflation wird voraussichtlich im Jahresdurchschnitt 2024 auf 1,2 Prozent verlangsamen und im Jahr 2025 weiter auf 0,7 Prozent zurückgehen. Die Beschäftigung wird voraussichtlich weiter steigen, jedoch mit nachlassender Dynamik. Die Prognosen für die Arbeitslosenquote für 2024 und 2025 bleiben unverändert bei 2,4 Prozent bzw. 2,6 Prozent.
Die Experten des Seco erwarten trotz der aktuellen Herausforderungen eine starke Entwicklung der Exporte im Gesamtjahr 2024, insbesondere aufgrund des kräftigen zweiten Quartals. Die Inflation soll schneller zurückgehen als bisher prognostiziert, was positive Auswirkungen auf die Kaufkraft haben könnte. Die Prognosen für die Beschäftigung zeigen weiterhin einen positiven Trend, obwohl sich das Wachstum etwas verlangsamen könnte. Insgesamt bleibt die Schweizer Wirtschaft auf einem stabilen, aber verhaltenden Kurs, was die Experten zu der vorsichtigen Prognose für die kommenden Jahre veranlasst.