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Preissteigerung bei Verbrauchern in Deutschland im August verlangsamt

Die Inflation in Deutschland hat sich im August nach den Preisschocks der letzten Jahre abgeschwächt. Die Konsumentenpreise stiegen mit einer Rate von 1,9 Prozent zum Vorjahresmonat, was langsamer ist als in den Monaten zuvor. Besonders günstiger war vor allem Energie, die um 5,1 Prozent billiger war als im Vorjahr. Allerdings stiegen die Preise für Dienstleistungen überdurchschnittlich um 3,9 Prozent an und auch Produkte wie Olivenöl (+35,0 Prozent) verteuerten sich stark.

Die deutlich höheren Gehälter in sozialen Einrichtungen und Gaststätten haben ebenfalls zu einem Anstieg der Preise geführt. Trotzdem sind Lebensmittel insgesamt nur um 1,5 Prozent teurer geworden. Produkte wie Molkereiprodukte wurden sogar billiger. Die niedrigere Inflationsrate könnte der Europäischen Zentralbank (EZB) Spielraum für Zinssenkungen geben, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Ökonomen warnen jedoch vor einem möglichen Anstieg der Inflation zum Jahresende, da die Basiswerte aus dem Vorjahr die Rate wieder ansteigen lassen könnten. Die Deutsche Bank Research und das Wirtschaftsinstitut ZEW sehen den aktuellen Rückgang der Inflation als Zwischenerfolg, jedoch noch nicht als endgültige Lösung. Die Erwartungen für Zinssenkungen könnten am Markt steigen, aber ein vom privaten Konsum getragenes Wachstum wird möglicherweise ausbleiben. Die EZB hat bereits im Juni die Leitzinsen gesenkt und könnte weitere Maßnahmen in Betracht ziehen, um die Inflation im Euroraum zu stabilisieren.

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