Ausland

Großbritannien gibt Chagos-Inseln ab, aber Militärbasis bleibt

Grossbritannien gibt nach langen Verhandlungen die Souveränität über den Chagos-Archipel an Mauritius ab, was eine Lösung eines historischen Streits markiert. Die britischen Überseegebiete reduzieren sich damit. Die Einwohner der Inseln oder ihre Nachfahren könnten nun nach Jahrzehnten zwangsweiser Umsiedlung zurückkehren. Die Ausnahme bildet die Insel Diego Garcia mit einem wichtigen Militärstützpunkt, die weiterhin unter britischer Kontrolle bleibt. Die US-Regierung unterstützt die Vereinbarung, um die internationale Sicherheit zu schützen.

US-Präsident Joe Biden begrüsste die Einigung über den Chagos-Archipel als Beweis dafür, dass Diplomatie und Partnerschaft langjährige historische Herausforderungen überwinden können. Die Militärbasis auf Diego Garcia spielt eine entscheidende Rolle in der nationalen, regionalen und globalen Sicherheit. Der Chagos-Archipel wurde 1965 von Mauritius abgespalten und der Anspruch auf die Inseln wurde vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag und der Generalversammlung der Vereinten Nationen unterstützt.

Konservative Politiker kritisieren die Vereinbarung als Ausverkauf strategischer britischer Interessen an China. Der historische Schritt beendet die Existenz des „Britischen Territoriums im Indischen Ozean“, dem letzten Überbleibsel der britischen Kolonialzeit in Afrika. Weltweit verbleiben Grossbritannien nun 13 Überseegebiete, vor allem in der Karibik und im Atlantik. Es gibt auch Streit um andere Territorien, wie Gibraltar mit Spanien und die Falklandinseln mit Argentinien.

Insgesamt handelt es sich bei der Übergabe der Souveränität über den Chagos-Archipel an Mauritius um einen wichtigen historischen Schritt, der eine längjährige Auseinandersetzung beendet und den Weg für eine Rückkehr der Einwohner oder ihrer Nachfahren in ihre Heimatinseln ebnet. Die Ausnahme der Insel Diego Garcia mit dem Militärstützpunkt unter britischer Kontrolle dient der Erhaltung internationaler Sicherheit und der Schliessung potenziell illegaler Migrationsrouten. US-Präsident Joe Biden und die Regierung in Grossbritannien betonen die Bedeutung der Diplomatie und Partnerschaft für die Überwindung historischer Herausforderungen.

Trotz Kritik von konservativen Politikern wird die Vereinbarung als notwendiger Schritt angesehen, um den historischen Streit um den Chagos-Archipel zu lösen. Die Partnerschaft zwischen Grossbritannien und Mauritius sowie die Unterstützung der US-Regierung sind entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung der Souveränitätsübergabe. Der Schritt markiert das Ende des „Britischen Territoriums im Indischen Ozean“ und zeigt eine Veränderung in der politischen Landschaft Grossbritanniens im Hinblick auf seine Überseegebiete.

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