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Mit begrenzten Ressourcen gegen organisiertes Verbrechen

Der Kanton St. Gallen hat Probleme, das organisierte Verbrechen effektiv zu bekämpfen, da knappe Ressourcen aufwendige Ermittlungen begrenzen. Die Regierung plant, zusätzliche Stellen für die Staatsanwaltschaft im Budget für 2025 zu schaffen. In einem Vorstoss des Mitte-Fraktionschefs Boris Tschirky werden die Massnahmen des Kantons gegen die organisierte Kriminalität diskutiert, basierend auf einer Bestandsaufnahme des Bundesamtes für Polizei.

Es wurde festgestellt, dass die Schweiz mittel bis stark von organisiertem Verbrechen unterwandert ist. Handlungsbedarf besteht vor allem aufgrund fehlender Personalressourcen. Oft werden Anzeichen von organisiertem Verbrechen von anderen Behörden entdeckt, die aber keine Strafverfolgungskompetenz haben. Die Staatsanwaltschaft eröffnet dann ein Verfahren und beauftragt die Polizei mit den Ermittlungen.

Die Kantonspolizei ergreift aufgrund fehlender Zuständigkeit keine Massnahmen zur Bekämpfung organisierten Verbrechens. Die Bundesanwaltschaft und die Bundeskriminalpolizei sind hauptsächlich für die Strafverfolgung in diesem Bereich zuständig, während die kantonalen Polizeikorps Strukturermittlungen durchführen. Aufgrund von Ressourcenknappheit sind die Möglichkeiten für eigene Ermittlungen jedoch begrenzt.

Um dem organisierten Verbrechen effektiv entgegenzuwirken, plant die Staatsanwaltschaft zusätzliche Stellen im Budget für 2025 zu beantragen. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Kantonspolizei sind sich der steigenden Zahl von organisierten kriminellen Akten bewusst. Es wird erwartet, dass durch die Schaffung zusätzlicher Stellen die Ermittlungsmöglichkeiten verbessert und die Bekämpfung des organisierten Verbrechens vorangetrieben werden kann.

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