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Eltern zeigen ihren Kindern Horrorfilme – Experten warnen

Horrorfilme sind oft ab einem Alter von 16 oder 18 Jahren freigegeben, doch einige Eltern ignorieren diese Altersbeschränkungen und zeigen ihren Kindern solche Filme. In einem besorgniserregenden Fall hat eine Mutter ein Video von ihrem verängstigten Kind gepostet, das einen ab 16 Jahren freigegebenen Thriller gesehen hat. Experten warnen vor diesem Verhalten und bezeichnen es als Machtmissbrauch. Die Mutter fragt ihr Kind vor der Kamera, wie es den Film fand, und das Kind antwortet verängstigt, dass es den Film hasst, weil ein Taucher von einem Hai gefressen wurde.

Die Mutter, eine schottische Influencerin, erntet für das Video Lob von ihren Fans, die sich darüber amüsieren, welche Horrorfilme sie auch ihren Kleinkindern zeigen würden. Experten wie Regula Bernhard Hug von Kinderschutz Schweiz kritisieren dieses Verhalten als missbräuchlich. Es scheint, dass einige Eltern sich in sozialen Medien Gemeinschaften aufbauen, in denen sie für fragwürdiges Verhalten gefeiert werden. In der Schweiz gibt es möglicherweise auch Eltern, die ihren Kindern Filme zeigen, die für sie nicht altersgerecht sind, jedoch fehlen konkrete Zahlen dazu.

Die Gründe für das Zeigen von Horrorfilmen an Kinder können vielfältig sein – von Stress und Überforderung bis hin zu fehlendem Einfühlungsvermögen der Eltern. Kinderschutzexperten warnen jedoch vor den potenziell langfristigen Auswirkungen auf die Psyche der Kinder. Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft warnt davor, dass kleine Kinder sich nicht vom Filmgeschehen distanzieren können und bestimmte Szenen Angst auslösen können.

Es gibt auch Beispiele für Eltern, die ihre Kinder absichtlich verängstigen, um Reaktionen im Internet zu provozieren. Solches Verhalten kann als Prank angesehen werden und sogar zu einer Gefährdungsmeldung bei der Kesb führen. Die Auswirkungen von Horrorfilmen auf kleine Kinder können gravierend sein und sogar zu langfristigen Ängsten führen. Experten betonen, dass es wichtig ist, Kinder vor ungeeigneten Filminhalten zu schützen und deren psychische Gesundheit zu achten. Insgesamt ist es bedenklich, wenn Eltern ihre Kinder absichtlich mit solchen Inhalten konfrontieren, ohne ihre individuellen Schutzbedürfnisse zu berücksichtigen.

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