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Mehrheit plant Verbot des Kaufs von Unterschriften bei Sammlern

Eine Umfrage zeigte, dass eine große Mehrheit der Bevölkerung sich gegen das professionelle Unterschriftensammeln ausspricht und ein Verbot befürwortet. Laut einer Studie von Leewas sind 84 Prozent der Befragten für ein solches Verbot. Zudem zeigen die Ergebnisse, dass knapp zwei Drittel der Befragten die Möglichkeit befürworten, Unterschriften digital zu sammeln, um den Prozess sicherer zu gestalten.

Die Ergebnisse der Umfrage variieren je nach Parteizugehörigkeit und Bildungsniveau. Grüne Liberale sympathisierende zeigen mit 75 Prozent Zustimmung ein höheres Maß an Unterstützung für ein Verbot als die Sympathisierenden der SVP mit 56 Prozent. Ebenso ist die Zustimmungsrate unter Absolventinnen und Absolventen von Universitäten oder Fachhochschulen mit 75 Prozent am höchsten, während es bei Personen mit obligatorischer Schulausbildung als höchstem Abschluss nur 54 Prozent sind.

Die Umfrage ergab auch, dass fast neun von zehn Befragten der Meinung sind, dass Initiativkomitees offenlegen sollten, von welchen Firmen sie Unterschriften gekauft haben und zu welchen Preisen. Hier zeigte sich erneut eine große Unterstützung bei den Grünen Liberalen mit 94 Prozent Zustimmung, gefolgt von der SVP mit 84 Prozent. Die Umfrage wurde von Leewas durchgeführt und umfasste 19.552 Personen in der Schweiz zwischen dem 19. und 22. September.

Insgesamt deutet die Umfrage darauf hin, dass das Thema des professionellen Unterschriftensammelns in der Schweizer Bevölkerung auf Ablehnung stößt und ein Verbot von vielen befürwortet wird. Besonders die Offenlegung der gekauften Unterschriften stößt auf breite Zustimmung bei den Befragten, unabhängig von ihrer politischen Orientierung. Es bleibt abzuwarten, wie die Politik auf diese Ergebnisse reagieren wird und ob entsprechende Gesetzesänderungen in Zukunft diskutiert werden.

Es wird deutlich, dass das Thema des Kaufens von Unterschriften für Initiativen bei professionellen Sammlern ein sensibles Thema für die Bevölkerung darstellt. Die hohe Ablehnung in der Umfrage spricht dafür, dass ein Verbot möglicherweise auf breite Unterstützung stoßen könnte. Die Möglichkeit der digitalen Unterschriftensammlung scheint hingegen auf mehr Zustimmung zu treffen, da sie als sicherere Alternative angesehen wird.

Die Unterschiede in den Zustimmungsraten je nach Parteizugehörigkeit und Bildungsniveau zeigen, dass das Thema unterschiedlich wahrgenommen wird. Es wird deutlich, dass Personen mit höherem Bildungsabschluss und Grüne Liberale Sympathisierende tendenziell eher für ein Verbot des professionellen Unterschriftensammelns sind. Die Offenlegung von gekauften Unterschriften wird von einer großen Mehrheit befürwortet und könnte daher zu einer wichtigen Forderung in diesem Bereich werden.

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