Ausland

Bauern könnten die Emissionen von Treibhausgasen signifikant reduzieren

In Deutschland und vielen anderen EU-Ländern könnten die Land- und Forstwirtschaft einen bedeutenden Beitrag zur Klimaneutralität leisten, wie eine neue Studie zeigt. Laut dieser Studie könnten Bauern ihre Treibhausgasemissionen erheblich reduzieren, wenn sie unterstützt und gefördert werden. Dies würde dazu beitragen, die Klimaziele der EU zu erreichen. Tierhaltung und landwirtschaftlich genutzte Moore spielen eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang.

Durch Maßnahmen wie die Reduzierung der Tierhaltung, die Wiedervernässung von Mooren und klimafreundlichere Düngemethoden könnten die Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft und landwirtschaftlich genutzten Mooren in der EU signifikant gesenkt werden. Die Studie schlägt vor, dass jährlich rund 70 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente durch die Wiedervernässung von trockengelegten Mooren eingespart werden könnten. Dies würde einem erheblichen Beitrag zur Klimaneutralität der EU entsprechen.

Ein wichtiger Aspekt, um die Treibhausgasemissionen aus der Land- und Forstwirtschaft zu reduzieren, ist auch eine stärker pflanzenbasierte Ernährung. Laut der Studie wäre eine Halbierung des Konsums tierischer Produkte bis 2045 erforderlich, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen. Dies würde nicht nur die Treibhausgasemissionen senken, sondern auch Flächen für andere Zwecke freigeben, die derzeit für den Anbau von Futtermitteln genutzt werden.

Die Einstellung der Verbraucher spielt somit eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung von klimafreundlicheren Praktiken in der Land- und Forstwirtschaft. Eine Umstellung auf eine pflanzenbasierte Ernährung könnte nicht nur die Umwelt entlasten, sondern auch die Gesundheit der Verbraucher fördern. Es ist wichtig, dass Verbraucher sich bewusst werden, wie ihr Konsumverhalten die Umwelt beeinflusst und bereit sind, Veränderungen vorzunehmen.

Um die Nachhaltigkeit in der Land- und Forstwirtschaft zu fördern, ist es entscheidend, dass staatliche Gelder aus der EU-Agrarpolitik effizient eingesetzt werden. Christine Chemnitz, Co-Direktorin von Agora Agrar, betont die Bedeutung eines politischen Rahmens, der eine nachhaltige Flächennutzung und einen nachhaltigen Konsum fördert. Bauern sollten für klimafreundliche Maßnahmen entlohnt werden, um Anreize für eine umweltfreundlichere Land- und Forstwirtschaft zu schaffen.

In der bevorstehenden EU-Legislaturperiode sollten daher Maßnahmen ergriffen werden, um die Nachhaltigkeit in der Land- und Forstwirtschaft zu stärken. Nur durch eine gemeinsame Anstrengung von Bauern, Verbrauchern und politischen Entscheidungsträgern kann ein Beitrag zur Klimaneutralität der EU geleistet werden. Es ist an der Zeit, dass alle Beteiligten zusammenarbeiten, um die Umweltauswirkungen der Land- und Forstwirtschaft zu reduzieren und eine nachhaltige Zukunft zu schaffen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert