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Interlaken: Hohes Spannungspotenzial durch Zweitwohnungen

Die Gemeinde Interlaken hat klare Regeln bezüglich Zweitwohnungen eingeführt, was zu zahlreichen Umnutzungsgesuchen geführt hat. Ein Ausschuss, gebildet vom Gemeinderat und der Tourismus-Organisation Interlaken (TOI), hat erste Ergebnisse analysiert und Maßnahmen eingeleitet. Die Bauverwaltung verzeichnet eine Steigerung der nachträglichen Anmeldungen von Zweitwohnungen.

Der Ausschuss arbeitet derzeit an der Überarbeitung des öffentlich-rechtlichen Vertrags bezüglich der Kurtaxe, während die TOI mit der Umsetzung des Kurtaxenreglements betraut ist. Kontrollen werden durchgeführt, um nicht gemeldete Mietobjekte auf Plattformen zu überprüfen, und Verstöße können mit Geldbußen geahndet werden.

Die Gemeinde Interlaken verzeichnet einen Zweitwohnungsanteil von rund 14 Prozent und eine Leerwohnungsziffer von 1,5 Prozent, was dem Schweizer Durchschnitt entspricht. Der Gemeindepräsident betont die Bedeutung von Reglementen, Maßnahmen und Dialog für einen qualitativen Tourismus und bezahlbaren Wohnraum für Einheimische.

Tourismusdirektor Daniel Sulzer erklärt, dass die Bedürfnisse der Gäste und gesellschaftlichen Entwicklungen im Reiseverhalten ständigen Veränderungen unterliegen. Die TOI setzt bereits Sensibilisierungsmaßnahmen gemäß ihrer Strategie „Interlaken 2030“ um, um eine breite Beherbergungspalette anzubieten.

Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Tourismus ist klar definiert, wobei die TOI für das Marketing und die Gemeinde für die Bau- und Sicherheitsauflagen zuständig ist. Politische Vorstöße zeigen, dass das Thema auch auf politischer Ebene präsent ist. Der Ausschuss plant weitere Maßnahmen, um eine gesunde Tourismusentwicklung und ein gutes Miteinander von Einheimischen und Gästen zu ermöglichen.

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