Basler SP-Präsidentin zur Wahl: „Ein Rätsel!“
Grüne und Basta treten erstmals seit 20 Jahren getrennt an. Das sorgt bei den Sozialdemokraten für Ungewissheit. Die Basler SP startet in den Grossratswahlkampf mit einer Delegiertenversammlung und einem neuen Vorzeichen, da Grüne und Basta nicht mehr gemeinsam antreten. Die Sozialdemokraten müssen sich auf die neue Ausgangslage einstellen und ihre Sitze im Parlament verteidigen. Die Tatsache, dass die früheren Bündnispartner getrennt antreten, führt zu einer Konkurrenzsituation im linken Lager, aber auch zu der Möglichkeit, die eigene Wählerschaft gezielt anzusprechen.
Die Grünen erhoffen sich von ihrem Alleingang mehr Schlagkraft und die Möglichkeit, ihr Profil zu schärfen. Dies könnte ihnen helfen, zusätzliche Wählerinnen und Wähler anzusprechen und ihre Position im Grossen Rat zu stärken. Die SP-Präsidentin Lisa Mathys bezeichnet die Situation als „Blackbox“, da sich die Dynamik zwischen den linken Parteien verändern könnte. Die Sozialdemokraten setzen bei den kommenden Wahlen auf konkrete Entlastungen für die Bevölkerung, wie etwa Prämienverbilligungen und besseren Klimaschutz. Ihr Ziel ist es, zusätzliche Mandate zu gewinnen und auf einem hohen Niveau zu bleiben.
Die SP tritt mit vollen Listen an, ohne ehemalige Grossratsmitglieder außer Steffi Luethi-Brüderlin. Stattdessen bringen Kandidaten wie Tobias Gees (Brandhärd-DJ) und Till Rechsteiner, Sohn des früheren SP-Nationalrats Rudolf Rechsteiner frischen Wind in die Politik. Mit einem ausgeglichenen Geschlechterverhältnis und klaren Schwerpunkten wie Kaufkraft, Mieten, Klimaschutz und gesellschaftliche Vielfalt geht die Partei in den Wahlkampf. Sie investiert 340’000 Franken in den Grossratswahlkampf, das größte Budget aller Parteien, sowie 160’000 Franken für die Regierungswahl-Kampagne.
Die SP wird alle Anstrengungen unternehmen müssen, um ihre Sitze im Parlament zu verteidigen und mögliche Verluste auszugleichen. Die neue Ausgangslage mit getrennten Listen von Grünen und Basta stellt die Sozialdemokraten vor Herausforderungen, aber auch Chancen, ihre Position zu stärken. Die wiedererlangte Schlagkraft der Grünen könnte das linke Lager insgesamt stärken und zu einer besseren Vertretung der Bevölkerung in den politischen Entscheidungen führen. Trotz der Konkurrenz zwischen den Parteien ist es wichtig, dass alle linken Parteien zusammenarbeiten, um ihre Anliegen erfolgreich durchzusetzen.